Hückeswagen: Notfallübung mit 150 Helfern

Hückeswagen: Notfallübung mit 150 Helfern

Ein erschreckendes Szenario: Ein Unfall mit einem Planwagen, zwei Autos, Radfahrern und spielenden Kindern - alles auf einer Landstraße in Hückeswagen. Aber: Es war nur eine Übung!

Mit Kunstblut präparierte Beinverletzung.

Schon morgens geht's los: Schminken wie im Horrorfilm. Damit alles echt wirkt, muss viel Kunstblut fließen. Die Realschule in Hückeswagen ist die erste Anlaufstelle für alle Opfer, die an der Übung beteiligt sind.

Schon morgens geht's los: Schminken wie im Horrorfilm. Damit alles echt wirkt, muss viel Kunstblut fließen. Die Realschule in Hückeswagen ist die erste Anlaufstelle für alle Opfer, die an der Übung beteiligt sind.

Die Statisten werden eingewiesen. 40 Unfallopfer soll es geben. Jeder bekommt seine Rolle erklärt: Welche Verletzungen haben soll und wen er darstellen soll. Sie sollen sich alle wie bei einem tatsächlichen Unfall verhalten - einschließlich schreien, weinen und um Hilfe rufen.

Tatort am Wald und in Wuppernähe: Hier sollen ein Traktor und ein PKW in einen Unfall verwickelt sein. Das Auto steht auf der Seite - auch im Wagen sind Verletzte, die geborgen werden müssen. 

Die Einsatzkräfte wissen nicht, was da auf sie zukommt. Sie haben lediglich von einem Unfall gehört. Kollegen von der Berufsfeuerwehr aus Remscheid sind als Beobachter vor Ort.

Sie sollen später der Freiwilligen Feuerwehr in Hückeswagen noch Tipps geben - was könnte besser laufen - was klappt sehr gut.

In Hückeswagen gibt es keine Berufsfeuerwehr. Die Männer hier machen den verantwortungsvollen Job neben ihren Berufen.

Sie müssen ständig trainieren, damit im Ernstfall alles läuft. 150 Leute sind heute im Einsatz. 

Auch die DLRG Kräfte sollen heute üben. Ihr Szenario: Mehrere Unfallopfer müssen aus der Wupper geborgen werden. Das passiert in Wirklichkeit zum Glück nur sehr selten, erzählt die Feuerwehr. Sehr viel öfter gibt es Unfälle mit Motorradfahrern.

Die Bilanz der Feuerwehr Hückeswagen: Alles hat sehr gut geklappt. Alle Opfer konnten geborgen und gerettet werden. Verbessern wollen sie nur noch den Funkkontakt und die Kommunikation auf so einer großen Unfallstelle. 

Stand: 12.08.2019, 11:08 Uhr