Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf ermittelt gegen mutmaßlichen Islamisten

Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf ermittelt gegen mutmaßlichen Islamisten

Gegen den mutmaßlichen deutschen Islamisten aus Ratingen wird nun auch in Deutschland ermittelt. Der 22-Jährige sitzt seit Mitte Oktober in Großbritannien in Untersuchungshaft.

Die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf hat gegen den Ratinger ein Verfahren wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat eingeleitet. Grund dafür seien Informationen aus London, sagt ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft. Die Sicherheitsbehörden in NRW hatten den Verdächtigen wegen des Vorwurfs der Verbreitung von Terror-Propaganda bereits als islamistischen Gefährder eingestuft.

Verdächtiger soll IS-Videos verbreitet haben

Der 22-Jährige war am 2. Oktober am Flughafen in London festgenommen worden, als er zurück nach Deutschland fliegen wollte. Dem Verdächtigen wirft Scotland Yard vor, mehrfach Videos mit Terrorpropaganda verbreitet zu haben. Die Sicherheitsbehörden in Nordrhein-Westfalen führten den Mann zunächst als islamistischen Prüffall, jetzt wird er als Gefährder eingestuft.

Potentielle Gefährder werden nach Angaben des NRW-Innenministeriums fortlaufend überprüft. Auf dieser Grundlage träfe man dann weitere Maßnahen zur Strafverfolgung und Gefahrenabwehr, so eine Sprecherin.

Der Verdächtige soll zwischen Mitte August und Ende September mindestens fünfmal IS-Videos verbreitet haben, die auch Enthauptungen zeigen sollen.

IS-Gruppe in Ratingen

Der Mann wird außerdem verdächtigt, einer kleinen Gruppe von IS-Anhängern aus Ratingen anzugehören.

Vergangene Woche sei der Mann dann beim Versuch, nach einem mehrmonatigen Aufenthalt in Großbritannien von London aus nach Deutschland zurückzufliegen, am Flughafen festgenommen worden. Seitdem sitze er in Untersuchungshaft. Anfang November soll der Mann vor dem zentralen Strafgerichtshof in London angehört werden.

Stand: 23.10.2020, 17:58