Ein Saal voller feiernder Narren

Festkomitee Kölner Karneval sagt alle Saalveranstaltungen ab

Stand: 20.12.2021, 15:11 Uhr

Jetzt ist es offiziell. Wegen der pandemische Lage hat das Festkomitee Kölner Karneval am Montagmittag alle kommenden Saalveranstaltungen abgesagt.

Von Jochen Hilgers

Dazu gehören die Proklamation des Kölner Dreigestirns, die Hörfunk-und Fernsehsitzungen. Nach eigenen Angaben arbeitet das Festkomitee mit Hochdruck an kleinen, coronakonformen Alternativformaten.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker überreicht dem Prinz die Insignien

Die Prinzenproklamation im kleinen Rahmen 2021

Damit ist klar, es wird wieder eine Proklamation geben. Aber nicht wie im vergangenen Jahr, als das Dreigestirn im Rathaus im allerkleinsten Kreis mit der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker nur in Anwesenheit eines WDR-Filmteams ins Amt kam. In dieser Session soll die Proklamation anders aussehen.

Das Festkomitee will zunächst noch die morgige Konferenz der Ministerpräsidenten abwarten, da dort neue Corona-Restriktionen erarbeitet werden könnten. Und Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitee Kölner Karneval, bleibt seiner vorsichtigen Linie treu und sagt: „Die Kölner feiern nicht um jeden Preis - Sicherheit und Gesundheitsschutz für alle bleiben die obersten Gebote“.

Proklamation am Tanzbrunnen oder auf dem Alter Markt

Sollten aber Freiluftveranstaltungen im Januar möglich sein, wären der Alter Markt oder der Tanzbrunnen dafür ideale Orte. Eine Proklamation unter freiem Himmel mit vielleicht einigen hundert Menschen im Publikum, das wäre mehr als in der vergangenen Session. Und würde das Dreigestirn ein wenig entschädigen.

Prinz Sven, der I. und seine Mitstreiter sind nicht zu beneiden. Die vergangene Session lief fast komplett digital ab. Und als das Bad in der Menge am 11.11. zur Sessionseröffnung lockte, musste Prinz Sven wegen einer Corona-Infektion zu Hause bleiben. Und Bauer und Jungfrau gleich mit.

Alternativen auch für den Rosenmontagszug

Unterdessen wird auch der Rosenmontagszug diskutiert. Sollte er in seiner normalen Form abgesagt werden müssen, könnte es zum Beispiel ein so genanntes Platzkonzept geben. Dabei würde – von Weiberfastnacht bis Rosenmontag – an 20 Plätzen in Köln jeweils ein Mottowagen stehen. Möglich ist auch das Konzept „Rio“. Ähnlich wie in der brasilianischen Karnevalsmetropole würde dabei ein Zug durch eine circa 1,5 Kilometer lange Tribünengasse ziehen.

Idee drei ist ein Zug im Stadion. Ausdrücklich heißt es, der normale Rosenmontagszug sei noch nicht abgesagt. Allerdings glauben die wenigsten Karnevalisten in den Gesellschaften daran, dass er tatsächlich stattfinden wird. Eine Entscheidung, ob der Kölner Rosenmontagszug stattfindet oder nicht, soll im Januar fallen.

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