Laschet: Judentum ist Bereicherung - Festakt in Kölner Synagoge

Synagoge Köln

Laschet: Judentum ist Bereicherung - Festakt in Kölner Synagoge

  • 60 Jahre Synagoge Köln
  • Prominente Gäste bei Festakt
  • Laschet hielt Rede

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) würdigt jüdische Gemeinschaften in Deutschland als Bereicherung für die Gesellschaft. "Wir müssen die florierende Kultur aber angesichts des steigenden Antisemitismus weiter schützen", sagte Laschet am Freitag (20.09.2019) in Köln.

Er äußerte sich bei einem Festakt zur Wiedereinweihung der Kölner Synagoge vor 60 Jahren. Sie war in der NS-Zeit zerstört worden. Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) erklärte, die Gemeinde habe nie die Hoffnung verloren und sei immer ein wichtiger Teil der Stadt gewesen.

Schuster: Klima wird judenfeindlicher

Festakt zur Wiedereröffnung

Festakt 60 Jahre Synagoge

Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, sprach von einer "ambivalenten" Situation: "Freude und Leid liegen gerade hier in Köln nah zusammen." Einerseits seien die Gemeinden in der Bundesrepublik auf einem positiven Weg in die Zukunft. Andererseits werde das Klima in der Gesellschaft judenfeindlicher.

Die 1899 eingeweihte Kölner Synagoge im neo-romanischen Stil hatten die Nationalsozialisten während der Novemberpogrome von 1938 zerstört. Vor 60 Jahren - am 20. September 1959 - wurde sie nach zweijährigem Wiederaufbau unter Leitung des Architekten Helmut Goldschmidt wiedereröffnet.

Kölner Gemeinde mit derzeit rund 5.000 Mitgliedern

An Heiligabend 1959 schändeten Rechtsextreme die restaurierte Außenfassade. Papst Benedikt XVI. besuchte die Synagoge während des Weltjugendtags in Köln im August 2005. Die Gemeinde in Köln mit derzeit rund 5.000 Mitgliedern hat eine fast 1.700-jährige Geschichte und gilt als älteste nördlich der Alpen.

Antisemitismus: "Zu wenig Zivilcourage"

WDR 5 Morgenecho - Interview 09.08.2019 06:11 Min. Verfügbar bis 08.08.2020 WDR 5

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Stand: 20.09.2019, 19:18

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