Mediziner warnen bei Fehlbildung vor Panikmache

Mediziner warnen bei Fehlbildung vor Panikmache

Von Christian Avital

  • Seif: Vierter Fall von Fehlbildung bei Babys im Kreis Euskirchen
  • Betroffene Kinder ein Jahr alt
  • Babys fehlt eine Hand

Im Kreis Euskirchen ist ein weiterer Fall von Hand-Fehlbildung bei einem Baby bekannt geworden. Nach Angaben des CDU-Bundestagsabgeordneten Detlef Seif aus dem Kreis Euskirchen hat sich die Zahl der betroffenen Kinder damit auf vier erhöht. Sie alle stammten aus einem Umkreis von zehn Kilometern. Seif hatte betroffene Eltern aufgefordert, sich zu melden. Er warnt aber auch vor Panikmache.

Babys kommen aus Nachbarkommunen

Die vier betroffenen Familien leben in benachbarten Kommunen innerhalb des Kreises Euskirchen. Zwei Kinder stammten aus demselben Ortsteil, erklärte Detlef Seif am Mittwoch (18.09.2019) gegenüber dem WDR. Die Kinder seien vor etwa einem Jahr mit nur einer Hand auf die Welt gekommen. Seif forderte Bundesgesundheitsminister Spahn auf, sich für ein bundesweites Melderegister für Kinder mit Fehlbildungen einzusetzen.

Regionales Register zeigt keine Häufung

Für die Rhein-Main-Region gibt es ein solches Register schon seit 1990. Experten der Mainzer Uniklinik erklärten, dass die Zahl der registrierten Fälle nicht zugenommen habe. Sieben von 10.000 Föten seien von einer Fehlbildung der Hand betroffen. Die Mediziner haben sich auch die drei Fälle in Gelsenkirchen angeschaut und warnen vor voreiligen Schlüssen. Es sei noch zu früh, über mögliche Ursachen der Fehlbildungen zu spekulieren. Die Experten untersuchen aktuell 33 Fälle in Nordrhein-Westfalen.

Fehlbildungen bei Babys

WDR 5 Quarks - Topthemen aus der Wissenschaft 16.09.2019 06:12 Min. Verfügbar bis 15.09.2024 WDR 5

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Stand: 18.09.2019, 16:40

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