Mehr Züge zum Fahrplanwechsel in NRW

Mehr Züge zum Fahrplanwechsel in NRW

Von Udo Bühlmann

  • Neue Züge mit WLAN
  • Neue S-Bahnstruktur im Ruhrgebiet
  • Kurze Takte und mehr Fernverkehr

Bahnkunden können zum Fahrplanwechsel am Sonntag (15.12.2019) ein größeres Zugangebot nutzen. An Rhein, Ruhr und in Westfalen fahren dann mehr und modernere Züge.  

Mehr Nahverkehr

Im Rheinland fahren mit dem Fahrplanwechsel im Berufsverkehr mehr Nahverkehrszüge zwischen Köln, dem Bergischen Land und der Eifel. Zusätzliche Entlastungszüge gibt es auf den Strecken Köln-Gummersbach, Köln-Euskirchen und zwischen Bonn und Bad Münstereifel. Neu ist die komplette Ausstattung der Regional-Express-Linie 6, kurz RE6, mit neuen Rhein-Ruhr-Expresszügen.

Mehr Sitzplätze

Die RRX-Züge haben jeweils 200 Sitzplätze mehr, WLAN und sind schneller als die bisherigen Doppelstockzüge auf der Strecke. Der RE6 fährt von Köln durchs Ruhrgebiet ins ostwestfälische Minden. Von Juni 2020 an rollen auf der Strecke des RE1 von Aachen über Köln nach Hamm ebenfalls neue RRX-Züge. Neuer Betreiber ist dann das Bahnunternehmen "Abellio Rail NRW". Das Unternehmen betreibt in NRW unter anderem auch die "WestfalenBahn".

Neue S-Bahnen für Rhein-Ruhr

Das Logo "S Bahn Rhein-Ruhr DB" seitlich auf der S-Bahn

Beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) gibt sehr viele Veränderungen. Es sei "die seit der Jahrtausendwende wohl größte Fahrplananpassung im Schienennahverkehr" heißt es beim VRR. Bei der S-Bahn Rhein Ruhr wurde der Streckenverlauf optimiert und eine neue Taktstruktur eingeführt. S-Bahnen fahren häufiger als bisher in einem Fünfzehn- und Dreißig-Minuten-Takt. Insgesamt fahren die S-Bahnen im Ruhrgebiet so rund zwei Millionen Zugkilometer mehr als bisher.

WLAN auch in S-Bahnen

Besser soll auch der Service werden. Die S-Bahnen der Linien S1, S2 und S4 haben komplett WLAN-Empfang. Die S3 ist ab März mit WLAN ausgestattet. Mit dem Fahrplanwechsel rollen im Ruhrgebiet mehr neue S-Bahnen mit Toiletten und extrabreiten Türen. Ein schnellerer Ein- und Ausstieg soll die Pünktlichkeit erhöhen.

RE2: verlängerte Strecke - weniger Haltestellen

Im Nahverkehr Westfalen-Lippe fahren mit dem Fahrplanwechsel mehr Züge auf verlängerten Strecken. So endet die Linie des Regional-Express 2 nicht mehr in Münster. Die Züge fahren weiter bis zum Osnabrücker Hauptbahnhof. Allerdings fallen die Stopps an mehreren kleineren Bahnhöfen weg, so etwa in Münster-Albachten und Haltern-Sythen. Das hat zur Folge, dass Pendler von Münster-Albachten weniger Verbindungen haben und nicht mehr ohne umzusteigen nach Düsseldorf fahren können. Die RE 42 soll die wegfallenden Züge teilweise auffangen.

Mehr Züge fahren auch auf den Regionalbahn-Linien 66 Münster-Osnabrück und der RB67 Bielefeld-Münster. Dort fahren abends und nachts mehr Bahnen.

Mehr Fernverkehr   

Auch die Zahl der Fernverbindungen wird größer. Zwischen NRW und Hamburg gibt es einen Stundentakt bei den Intercity und ICE-Verbindungen. Täglich pendeln dann je Richtung zweiundzwanzig Fernzüge.  

Stand: 13.12.2019, 06:32

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