Fabio-Prozess: Anklage fordert lebenslange Haft für Freund der Mutter

Bild: Schild mit Staatsanwaltschaft in Mönchengladbach

Fabio-Prozess: Anklage fordert lebenslange Haft für Freund der Mutter

Im Prozess um den getöteten Fabio aus Mönchengladbach hat die Staatsanwaltschaft gestern eine lebenslange Haftstrafe für den angeklagen Freund der Mutter gefordert.

Die Grausamkeit und Dauer der Misshandlung sei wie Mord zu werten, erklärte die Staatsanwaltschaft in ihrem Plädoyer vor dem Landgericht Mönchengladbach. Der 23-Jährige steht wegen Totschlags vor Gericht. Die gleichaltrige Mutter des 5-jährigen Fabio solle wegen Totschlags durch Unterlassen sieben Jahre Haft erhalten, beantragte die Anklage.

Angeklagter bestreitet Misshandlung und macht Mutter alleinverantwortlich

Am Dienstag (23.02.2021) hatte sich erstmals der angeklagte Freund der Mutter vor dem Landgericht zu den Vorwürfen geäußert. In einer von seinem Verteidiger verlesenen Erklärung hat der 23-Jährige bestritten, Fabio und seinen kleinen Bruder jemals misshandelt zu haben. Für die schwerem Verletzungen sei allein die mitangeklagte Muter der beiden Kinder verantwortlich, behauptete er. Das hatte die 23-Jährige vor zwei Wochen völlig anders geschildert und den Partner belastet.

Bereits seit Ende Oktober läuft das Verfahren gegen die Mutter des Jungen und deren Lebensgefährten. Der gewalttätige Mann soll Fabio wiederholt misshandelt und am Ende sogar tödlich verletzt haben: Laut Anklage hat der 23-Jährige am frühen Abend des 21. April 2020 den Jungen mit Schlägen gegen Kopf und Körper totgeprügelt.

Vorwürfe gegen das Jugendamt

00:42 Min. Verfügbar bis 06.05.2021


Stand: 24.02.2021, 05:00