Evangelische Kirche im Rheinland will gerechter werden

Evangelische Synode Rheinland Aktuelle Stunde 07.09.2019 00:27 Min. Verfügbar bis 07.09.2020 WDR

Evangelische Kirche im Rheinland will gerechter werden

  • Evangelische Gemeinden im Rheinland sollen finanziell stabiler werden
  • Mitgliederarme Gemeinden bekommen künftig mehr Zuwendungen
  • Landessynode beschließt stärkeren Finanzausgleich

Ob eine evangelische Gemeinde viel oder wenig Geld in der Kasse hat, hängt bisher davon ab, wieviele Kirchensteuer zahlende Mitglieder sie hat. Gemeinden mit wenigen Mitgliedern waren bisher immer schlechter gestellt als solche mit vielen Mitgliedern. Das soll künftig anders werden.

Die Evangelische Kirche im Rheinland will ihren Finanzausgleich zwischen armen und reichen Kirchengemeinden verstärken. Das hat die Landessynode der Kirche am Samstag (07.09.2019) in Bonn beschlossen.

Mehr Geld pro Mitglied

Der Finanzausgleich soll gewährleisten, dass Kirchengemeinden ihre Aufgaben unabhängig von ihrem Kirchensteueraufkommen erfüllen können. Ihm liegt eine komplizierte Rechnung zugrunde: Zunächst wird die gesamte eingenommene Kirchensteuer im Rheinland durch die Gesamtanzahl der Gemeindemitglieder geteilt. Das ergibt das landeskirchenweite Pro-Kopf-Aufkommen - dem dann das genauso ermittelte Pro-Kopf-Aufkommen jedes einzelnen Kirchenkreises gegenübergestellt wird.

Kirchenkreise, deren Pro-Kopf-Aufkommen unter einem festgelegten Anteil des landesweiten Pro-Kopf-Aufkommens liegt, bekommen ab 2020 zusätzliches Geld. "Es wird gerechter", versicherte Kirchensprecher Jens Peter Iven.

Der Evangelischen Kirche im Rheinland gehören zwischen Emmerich und Saarbrücken 687 Kirchengemeinden und 37 Kirchenkreise mit insgesamt 2,5 Millionen Mitgliedern an.

Stand: 07.09.2019, 20:40