Evakuierte Häuser in Wuppertal: keine Bergbauschäden

Evakuierte Häuser in Wuppertal: keine Bergbauschäden

  • Bergbehörde vermutet eine Unterspülung
  • Fünf Häuser sind weiterhin gesperrt
  • Vielleicht können alle gerettet werden

Unter den beschädigten Häusern an der Beyeröhde hat die Bergbehörde NRW keine Hinweise auf Schäden durch früheren Bergbau gefunden. Sie geht von einer Unterspülung aus. Ob dafür eine defekte Trinkwasserleitung oder Starkregen verantwortlich ist, müssen weitere Untersuchungen klären.

Boden zu feucht für Bohrungen

Experten hatten am Donnerstag (28.03.2019) die Bohrungen unter dem einsturzgefährdeten Haus in Wuppertal-Langerfeld abgebrochen. Der Boden unter dem Gebäude sei erschreckend weich und feucht gewesen, sagte ein Sprecher der Bezirksregierung. Deshalb sei die Bohrung nach 28 Metern beendet worden. Man befürchtete, dass das Haus kollabieren könnte.

Das Haus soll gerettet werden

Nun wird Beton unter das Haus gepumpt, um es zu stabilisieren. Ziel ist es, das Haus zu retten. Auch senkrechte Bohrungen unterhalb der Straße brachten sehr feuchtes Erdreich zu Tage.

Noch viele Fragen offen

Für die Bewohner der insgesamt fünf evakuierten Häuser in Wuppertal-Langerfeld sind auch nach der Sitzung der Bezirksvertretung am Dienstag (26.03.2019) noch viele Fragen offen. Fragen darüber, ob möglicherweise Versicherungen für die Schäden aufkommen, blieben für die Betroffenen unbeantwortet.

Häuser weiter gesperrt

Insgesamt sind noch fünf Häuser gesperrt. Sie waren wegen Rissen in den Mauern evakuiert worden. Teilweise bestand Einsturzgefahr. Hoffnung gibt es vor allem für das Haus mit der Nummer 49. Statiker überprüfen zurzeit, ob das Haus stabil genug ist, um wieder freigegeben zu werden. Die Stadt Wuppertal schließt mittlerweile sogar nicht mehr aus, dass selbst das am stärksten betroffene Gebäude noch gerettet werden kann. Dafür müssen aber noch viele Hohlräume mit Spezialbeton verfüllt werden.

Stand: 01.04.2019, 14:48

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