Eurowings streicht zahlreiche Flüge

Lokalzeit aus Köln 21.06.2022 00:40 Min. Verfügbar bis 21.06.2023 WDR

Eurowings streicht erneut zahlreiche Flüge

Stand: 21.06.2022, 17:35 Uhr

Wegen Personalmangels streicht die Lufthansa-Tochter Eurowings erneut zahlreiche Verbindungen an den Flughäfen Köln/Bonn und Düsseldorf. Reisende müssen mit weiteren Absagen rechnen.

Die Coronawelle hat auch die Belegschaft der Lufthansa-Tochter Eurowings erwischt. Am Flughafen Köln/Bonn strich die Airline einige Verbindungen, darunter Flüge nach Zürich, München und Zagreb. Auch in Düsseldorf wurden am Dienstag zehn Abflüge annulliert und damit etwa jeder neunte Eurowings-Start an dem Standort. Betroffen waren zum Beispiel Flüge nach Berlin, Budapest, Wien und Nizza.

Hoher Krankenstand - Reisende müssen mit weiteren Absagen rechnen

In den kommenden Tagen müssen Reisende mit weiteren Absagen rechnen. Ein Grund für die Absagen ist ein hoher Krankenstand in der Belegschaft der Airline. Man sei vom Anstieg der Corona-Infektionen nicht verschont geblieben, sagte eine Eurowings-Sprecherin. Der Ausfall der Mitarbeiter habe kurzfristig auch nicht über Reserven aufgefangen werden können. Eurowings bedauere die Unannehmlichkeiten und bemühe sich, "allen betroffenen Fluggästen schnellstmöglich eine alternative Lösung anzubieten und bei Vorliegen der Voraussetzungen eine Ausgleichszahlung zu erbringen. "

Personalengepässe führen zu Unmut bei Passagieren

Eine Warteschlange am Flughafen

Lange Warteschlange am Flughafen Düsseldorf.

Nach dem Ende der Corona-Einschränkungen macht die Luftfahrt-Branche eine schwierige Phase durch. Denn auch bei den Sicherheitskontrollen fehlt seit Wochen Personal. Das führt zu langen Warteschlangen an den Sicherheits-Checks und Frust bei den Reisenden. Außerdem haben sich viele Beschäftigte aus der Branche in der Pandemie andere Jobs gesucht, um nicht länger in Kurzarbeit sein zu müssen.

Die gesamte Luftfahrtbranche habe seit Corona europaweit 150.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verloren, so eine Eurowings-Sprecherin. "Zwar wird überall im Rekordtempo Personal rekrutiert, aber plötzliche Verkehrsspitzen sind damit noch nicht vollständig abzudecken."

Über dieses Thema berichtet das WDR-Fernsehen am 21.06.2022 in der Lokalzeit aus Köln um 19.30 Uhr.