Eurofighter fliegen über Hochwasserkrisengebiet

Ein Eurofighter auf der Start- und Landebahn des Fliegerhorsts in Nörvenich

Eurofighter fliegen über Hochwasserkrisengebiet

Von Silvia Andler

Vier Eurofighter sind am Donnerstag vom Fliegerhorst Nörvenich zu einer Aufklärungsmission in das Hochwasserkrisengebiet gestartet. Es ist das erste Mal, dass Eurofighter dafür eingesetzt werden.

Der Boden vibriert, die Ohren sind betäubt vom Lärm. Es sind locker 11.000 Kilo, die vom Luftwaffengeschwader Boelcke abheben. Unter dem Rumpf des Eurofighters klebt der „Pott“, so nennen die Soldaten in Nörvenich die hochtechnisierte Kamera liebevoll. Auftrag ist es, einen aktuellen Überblick über die katastrophalen Hochwasserschäden zu liefern. Es ist alles andere als ein gewöhnlicher Einsatz, versichert Oberst Danilo Schlag, Kommodore aus Nörvenich. Dass man in unmittelbarer Nachbarschaft helfen könne, wo das Leid so groß sei, bewege alle Soldaten.

Neue Eindrücke von Erft und aus dem Ahrtal

Insgesamt vier Eurofighter starten an beiden Tagen. Donnerstag überflogen sie die gesamte Erft, Freitag geht es ins ebenfalls vom Hochwasser stark betroffene Ahrtal. Die Aufnahmen, die die Piloten aus der Luft machen, werden aufbereitet und ausgewertet. Anschließend werden sie den betroffenen Kommunen zur Verfügung gestellt. Die haben damit einen aktuellen Überblick über die Schäden und eine neue Grundlage zur Bewertung.

Eurofighter überholt Tornado

Aufklärungsflüge dieser Art hat die Luftwaffe bereits häufiger mit dem Flugzeugtyp „Tornado“ gemacht. Die Eurofighter aber sind, was Alter und Technik betrifft, um Einiges frischer. Um solche Einsätze fliegen zu können, wurden nicht nur die Eurofighter technisch aufgerüstet. Auch die Piloten haben im Vorfeld besondere Schulungen bekommen.

Luftbilder aus dem Bereich Erftstadt

Diese Bilder haben die Eurofighter in Erftstadt aufgenommen

Hochwasserlage Erfstadt

Die Abbruchkante an der A1 bei Erftstadt-Blessem.

Die Abbruchkante an der A1 bei Erftstadt-Blessem.

Die Luftbilder sind aus mehreren Aufnahmen zusammengesetzt.

Die Erft hat die Böschung bis zur Autobahn abgetragen.

Zwischen Kiesgrube und Autobahn hat sich das Wasser ausgebreitet.

Stand: 30.07.2021, 09:10