Kommunen in Region Aachen befürchten Ärger um Kunstrasenplätze

Kunstrasenplatz

Kommunen in Region Aachen befürchten Ärger um Kunstrasenplätze

  • Neue EU-Verordnung will Plastik-Granulat verbieten
  • Plastikteile aus Kunstrasen gelangen ins Grundwasser
  • Bau neuer Plätze verschoben

Kommunen in der Region Aachen machen sich Sorgen um die Zukunft ihrer Kunstrasenplätze für Sportvereine. Der Grund: Die EU plant ab 2022 ein Verbot von Mikroplastik als Füllstoff. Das soll für bestehende und geplante Plätze gelten. Laut einer Studie der RWTH gelangen durch den Füllstoff Plastikteile ins Grund- oder Abwasser.

Granulat gerät ins Grundwasser

Die Rede ist vom sogenannten "Infill". Das Granulat wird regelmäßig aufgebracht, um die Plastikhalme der Kunstrasenplätze zu stabilisieren und den Platz zu dämpfen. Doch die Plastikteile gelangen bei Regen oder durch Verwehungen tonnenweise ins Grundwasser.

Ärger um Kunstrasenplätze

00:32 Min. Verfügbar bis 17.06.2020

Bau neuer Plätze verschoben

Das bestätigt auch eine von der RWTH-Aachen mitfinanzierte Studie des Fraunhofer-Instituts. Danach liegt das Granulat auf Platz fünf der Stoffe, die die Weltmeere verschmutzen. Erste Kommunen, darunter Jülich, haben den Bau neuer Kunstrasenplätze zunächst auf Eis gelegt und wollen erst einmal Sachverständige zur Problematik hören.

Quarks bei Planet Schule: Plastik überall – wie stoppen wir das Müllproblem? Planet Schule 31.01.2019 27:49 Min. Verfügbar bis 23.01.2024 WDR

Stand: 17.06.2019, 14:00