Aachener Petition für Tihange-Transparenz erfolgreich

Helmut Etschenberg und Tim Grüttemeier in Brüssel

Aachener Petition für Tihange-Transparenz erfolgreich

  • Einblick in Geheimakten zu Tihange 2 gefordert
  • EU-Parlament unterstützt Freigabe
  • Aachener Atomkraftgegner fordern bessere europäische Atomaufsicht

Das EU-Parlament will dafür sorgen, dass Informationen über das Atomkraftwerk Tihange freigegeben werden. Dafür will das Parlament sowohl die EU-Kommission als auch die belgische Regierung anschreiben. Die Aachener Städteregion hat am Mittwoch (20.02.2019) eine Petition vorgelegt.

Mehr Transparenz zu Tihange 2

Städteregionsrat Tim Grüttemeier sieht darin einen großen Erfolg. Die Sorgen der Menschen in der Städteregion seien verstanden worden. Brüssel unterstütze sie in ihrem Bedürfnis nach mehr Transparenz.

Grüttemeier und sein Vorgänger Helmut Etschenberg waren nach Brüssel gereist, um dort ihre Bedenken zu dem pannenanfälligen Reaktor Tihange 2 zu äußern. Das hatten die Verwaltungschefs von 30 deutschen Kommunen vor drei Jahren schon einmal gefordert.

Einblick in geheime Akten gefordert

Das Kernkraftwerk Tihange in der belgischen Stadt Huy

Das Kernkraftwerk Tihange

Die Städteregion fordert Einblick in sämtliche Informationen über den pannenanfälligen zweiten Reaktor, die der EU-Kommission vorliegen. Dabei geht es auch um bisher unveröffentlichte oder geheime Schriftstücke des Betreibers und der belgischen Atomaufsicht.

Atomkritiker wollen bessere Atomaufsicht

Eine Aachener Bürgerin hat eine weitere Petition eingereicht. Darin wird mehr Einfluss für die europäische Kernenergie-Agentur gefordert.

Derzeit ist Energiepolitik eine rein nationale Angelegenheit. Bei einem atomaren Unfall sei die Zahl der gefährdeten Menschen in den Nachbarländern aber möglicherweise viel höher als in dem Land, in dem sich das Atomkraftwerk befinde, argumentiert die Bürgerin.

Stand: 20.02.2019, 18:34