Missbrauch im Erzbistum Köln: Gutachter informiert Staatsanwaltschaft

Die beiden Türme des Kölner Dom

Missbrauch im Erzbistum Köln: Gutachter informiert Staatsanwaltschaft

Das Erzbistum Köln reagiert auf die Strafanzeigen gegen Kardinal Woelki. Der Gutachter habe die Aufgabe, die Staatsanwaltschaft zu informieren.

In der Stellungnahme des Erzbistums Köln heißt es, dass es von Anfang an Aufgabe der Gutachter gewesen sei, die Staatsanwaltschaft zu informieren, wenn sich ein strafrechtlicher Anfangsverdacht bei der Untersuchung eines Missbrauchsfalls ergebe.

Gutachter informiert Staatsanwaltschaft über 236 Sachverhalte

Der im Herbst letzten Jahres neu beauftragte Kölner Strafrechtler Björn Gercke habe bei Aufnahme seiner Tätigkeit die Staatsanwaltschaft kontaktiert und über Sachverhalte aus 236 Akten informiert.

Gestern war bekannt geworden, dass mehrere Bürger Erzbischof Woelki wegen des Verdachts der Strafvereitelung im Amt angezeigt hatten, unter anderem weil dieser ein fertiges Missbrauchsgutachten bisher nicht veröffentlicht hat.

Erzbistum überarbeitet Website

Das neue Gutachten zu sexualisierter Gewalt durch Priester soll in zwei Wochen veröffentlicht werden. Bereits jetzt hat das Kölner Erzbistum seine Website für die Opfer und Gemeinden komplett überarbeitet.

Missbrauchs-Opfer finden unter anderem einen roten Hilfeknopf, der sie zu Hilfsangeboten und den Ansprechpartnern leitet.

Informationen für Betroffene

Die Website richtet sich an betroffene Kinder, Jugendliche und Erwachsene aber auch an Gemeindemitglieder, die Informationen zu den umfangreichen Qualifizierungsangeboten zur Prävention suchen. Die Seite ist ab sofort abrufbar.

Stand: 03.03.2021, 16:28