Kölner Hohenzollernbrücke soll breiter werden

Kölner Hohenzollernbrücke soll breiter werden

  • Immer mehr Radfahrer und Fußgänger sprechen für den Umbau
  • Machbarkeitsstudie hält Erweiterungen für möglich
  • Gesamtkosten für Erweiterungen liegen bei rund 58 Millionen Euro

Radfahrer und Fußgänger sollen auf der Kölner Hohenzollernbrücke deutlich mehr Platz bekommen. Die Stadt hat am Freitag (10.01.2020) mitgeteilt, dass die Verwaltung dem Rat eine Erweiterung der Brücke vorschlagen wird. Aufgrund des weiterhin wachsenden Verkehrsaufkommens auf der Brücke durch Rad- und Fußverkehr sei dies dringend erforderlich.

Direkt an der südlichen Seite der Hohenzollernbrücke soll eine neue Brücke an die bestehende Brücke gebaut werden. Auch an der nördlichen Seite soll der Rad- und Fußweg breiter werden. Für die technische Umsetzbarkeit hatte die Verwaltung eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben.

Einzelheiten zu den Erweiterungen

Laut der Machbarkeitsstudie kann der bestehende Kragarm auf der Nordseite um bis zu 1,40 Meter erweitert und die nutzbare Verkehrsfläche somit auf insgesamt knapp fünf Meter verbreitert werden. Auf der Südseite kann eine separate Fuß- und Radwegbrücke mit einer Breite von maximal neun Metern gebaut werden.

Die ursprüngliche Straßenbrücke mit Straßenbahn, die in den Jahren 1907 bis 1911 südlich neben den Eisenbahnbrücken errichtet worden war, wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Die damalige Straßenbrücke war eine Bogenbrücke und wurde nie wieder aufgebaut. Es wurde nun untersucht, ob die verbliebenen Fundamentplatten im Rhein für die Lagerung der neuen Brücke genutzt werden können.

Bau könnte bald starten

Das Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau wird dem Kölner Stadtrat einen Planungs- und Bedarfsfeststellungsbeschluss vorlegen. Nach der EU-weiten Ausschreibung soll mit den Planungen für die beiden Erweiterungen der Hohenzollernbrücke noch dieses Jahr begonnen werden. Die Gesamtkosten für die beiden Erweiterungen liegen bei rund 58 Millionen Euro.

Stand: 10.01.2020, 21:16