Kölner Staatsanwaltschaft: Ermittlungen nach Dirkes-Insolvenz

Frontansicht Autohaus Dirkes

Kölner Staatsanwaltschaft: Ermittlungen nach Dirkes-Insolvenz

Von Frank Piotrowski

  • 18 Beschuldigte im Visier der Ermittler
  • Autohausgruppe hat Kunden möglicherweise bewusst betrogen
  • Insgesamt rund 150 Geschädigte

Ein Jahr nach der Insolvenz der Autohausgruppe Dirkes mit Filialen in Bonn, Troisdorf, Sankt Augustin und Frechen ermittelt die Kölner Staatsanwaltschaft gegen mittlerweile 18 Beschuldigte.

Über 100 Autokäufer fühlen sich geprellt, weil sie ihr Auto bereits bezahlt oder angezahlt hatten, aber nicht ihr Auto erhielten.

Beschuldigte müssen sich mehreren Vorwürfen stellen

Die Tatvorwürfe lauten auf Insolvenzverschleppung und betreffen Bankrott-Delikte im Zusammenhang mit der Insolvenz. Und es geht um möglichen Betrug im Zusammenhang mit den in 2019 geschlossenen Autokaufverträgen. Denn zu diesem Zeitpunkt könnte das Autohaus längst überschuldet gewesen sein.

Geschädigte organisieren sich online

150 Geschädigte haben sich in der Facebookgruppe des Kölner KFZ-Meisters Rolf Bodewig zusammengeschlossen, der selbst Betroffener ist und bis heute nicht sein Auto bekommen hat.

In einigen Dutzend Fällen sprangen die KFZ Hersteller für Dirkes ein und lieferten einen Neuwagen, obwohl sie vom Autohaus Dirkes das Geld nicht erhalten hatten.

Noch ist unklar, wann mit einem Ende der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen zu rechnen ist.

Stand: 14.05.2020, 11:03