Staatsanwaltschaft ermittelt nach Hochwasser in Erftstadt

Staatsanwaltschaft ermittelt nach Hochwasser in Erftstadt

Die Hochwasser-Katastrophe hat ein strafrechtliches Nachspiel. Die Kölner Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen Unbekannt wegen des Verdachts auf Baugefährdung eingeleitet.

Hintergrund sind die Vorgänge an der Kiesgrube bei Erftstadt-Blessem. Die Kiesgrube war während des Hochwassers übergelaufen. Später bildete sich dort ein riesiger, bis zu zwölf Meter tiefer Krater, in den mehrere Häuser stürzten.

Geprüft wird außerdem noch, ob gegen Amtsträger ermittelt werden muss, die womöglich für Personen- oder Sachschäden verantwortlich sind.

Online-Petition fordert Frühwarnsystem

Derweil fordern mehrere Hundert Betroffene in einer Online-Petition besseren Schutz vor künftigen Fluten. Die Unterzeichner fordern ein Frühwarnsystem für solche Katastrophen.

Außerdem wollen sie, dass der Betrieb der Kiesgrube in Erftstadt-Blessem sofort gestoppt wird. Und sie fordern Auskunft darüber, wie die Spendengelder, die bei der Stadt Erftstadt eingegangen sind, transparent und vor allem fair verteilt werden.

Stand: 06.08.2021, 14:42