Fall Jenny Böken bleibt in der Hand der Kieler Justiz

Jenny Böken auf dem Segelschulschiff der Marine

Fall Jenny Böken bleibt in der Hand der Kieler Justiz

  • Eltern zweifeln an Objektivität der Ermittler in Kiel
  • Umstände des Todes nicht eindeutig geklärt
  • Ex-Bundeswehrangehöriger spricht von Mord

Im Fall der verunglückten Gorch-Fock-Kadettin Jenny Böken aus Geilenkirchen bleibt die Staatsanwaltschaft Kiel die federführende Ermittlungsbehörde. Die Generalstaatsanwaltschaft in Schleswig-Holstein hat einen Antrag der Familie von Jenny, die Ermittlungen einer anderen Staatsanwaltschaft zu übergeben, am Montag (11.3.2019) abgelehnt.

Während einer Nachtwache über Bord

Für die Eltern bestehen Zweifel an der Objektivität der Staatsanwaltschaft Kiel. Zu viele Fragen seien weiterhin offen. Die Umstände zum Tod der damals 18-Jährigen Jenny sind bis heute nicht eindeutig geklärt. Die Offiziersanwärterin ging während einer Nachtwache im September 2008 über Bord.

Eltern sehen Hinweise für ein Tötungsdelikt

Mit der Entscheidung am Montag muss nun die Staatsanwaltschaft Kiel über die Wiederaufnahme der Ermittlungen zum Tode von Jenny entscheiden. Die Eltern sehen mittlerweile Hinweise für ein Tötungsdelikt. In einer eidesstattlichen Aussage spricht ein ehemaliger Bundeswehrangehöriger sogar von Mord.

Stand: 11.03.2019, 16:52