Ermittlungen eingestellt: Kein Missbrauch im Melbtaler Wohnwagen

Justizia

Ermittlungen eingestellt: Kein Missbrauch im Melbtaler Wohnwagen

  • Ermittlungen gegen Kindesmissbrauch in Melbtal eingestellt
  • 55-Jähriger aus Untersuchungshaft entlassen
  • Nicht genügend verwertbare Beweise

Im Fall einer 12-Jährigen, die angeblich in einem Wohnwagen im Melbtal sexuell missbraucht worden sein soll, hat die Bonner Staatsanwaltschaft die Ermittlungen eingestellt, wie eine Behördensprecherin am Donnerstag (06.06.2019) bestätigte. Auch sei der 55-jährige Bewohner, der im März 2019 wegen des Verdachts des schweren Kindesmissbrauchs und Herstellens von Kinderpornos festgenommen worden war, bereits aus der Untersuchungshaft entlassen worden.

Keine verwertbaren Beweise

Der Mann hatte die Tatvorwürfe von Anfang an bestritten. Weder DNA-Spuren, noch die Auswertung von Datenträgern auf kinderpornographisches Material hätten verwertbare Beweise ergeben, so die Begründung der Anklagebehörde. Auch habe die heute 13-Jährige im Rahmen der Ermittlungen keine weiteren Angaben gemacht.

Verdächtiger zunächst schwer belastet

Das damals vermisst gemeldete Mädchen hatte, nachdem es von der Polizei aus dem Wohnwagen herausgeholt worden war, den 55-jährigen Bewohner zunächst schwer belastet.

Die 12-Jährige war an Weiberfastnacht aus einer Jugendhilfeeinrichtung am Niederrhein abgehauen und soll bei dem 55-Jährigen und seiner Freundin (51) Unterschlupf gesucht haben. Nachdem sie befreit wurde, war das Mädchen in die Obhut des Jugendamtes gegeben worden. 

Stand: 06.06.2019, 16:44