Erfolg für Zollfahnder am Niederrhein

Der Spürhund "Cleo" vor einem Fahrzeug des Zolls

Erfolg für Zollfahnder am Niederrhein

Von Christian Richter

  • Zollhund "Cleo" spürte kiloweise Drogen auf
  • Spur führte nach Rumänien
  • Anklage gegen rumänischen Drogenring

Die internationale Drogenfahndung verzeichnet am Niederrhein einen Erfolg. Mithilfe des Zollhundes "Cleo" wurden in Straelen mehrere Kilogramm Drogen sichergestellt, wie das Zollfahndungsamt Essen am Dienstag (12.03.2019) mitteilte.

"Kontrollierte Weiterleitung" nach Rumänien

Bereits im Juli 2018 hatte "Cleo", der Zollhund des Hauptzollamtes Duisburg, bei der Routinekontrolle eines Reisebusses in Straelen am Niederrhein ein Paket mit 1,1 Kilogramm Kokain und 2,2 Kilo Ecstasy aufgespürt. Die Drogen waren in einem Waschmittelkarton versteckt und sollten in Bukarest abgeholt werden.

In der Folge übernahm das Zollfahndungsamt Essen die Ermittlungen und arbeitete mit der Staatsanwaltschaft Kleve, der rumänischen Staatsanwaltschaft und dem Zollkriminalamt Köln zusammen. Die Behörden organisierten die "kontrollierte Weiterleitung" des Rauschgiftpakets nach Rumänien.

Ecstasy und Kokain für 173.000 Euro

"Internationale Zusammenarbeit ist ein Kernstück der Bekämpfung der Betäubungsmittelkriminalität und entscheidet oft über Erfolg oder Misserfolg bei der Bekämpfung des internationalen Rauschgiftschmuggels", sagt der Leiter des Zollfahndungsamtes Essen, Regierungsdirektor Frank Denner.

Die sichergestellten Drogenpakete in einem Waschmittelkarton

Ermittlungen führten zu weiteren Kontrollen, bei denen ein Kurier des Drogenrings mit etwa sieben Kilogramm Ecstasy festgenommen wurde. Anschließend durchsuchte die rumänische Polizei unter anderem zwei Wohnungen und nahm fünf Personen fest. Dabei wurden insgesamt zehn Kilogramm Ecstasy und ein Kilogramm Kokain sichergestellt. Laut Zoll in Essen haben die gesamten sichergestellten Drogen in Deutschland einen Wert von etwa 173.000 Euro.

Mitglieder des Drogenrings im Februar 2019 angeklagt

Die rumänische Anti-Drogen-Polizei stellte fest, dass das Rauschgift für einen rumänischen Drogenring bestimmt gewesen sei, teilte das Zollfahndungsamt Essen jetzt mit. Es sei die größte Sicherstellung harter Drogen gewesen, die in einem Einzelfall durch die rumänische Polizei in 2018 erfolgt sei.

Anfang Februar 2019 wurden die Mitglieder des Drogenrings in Rumänien wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung, internationalen Drogenschmuggels sowie versuchten Raubes angeklagt. Das Urteil steht noch aus.

Stand: 12.03.2019, 14:36