Urteil im Millionenstreit um Immendorff-Affen

Eine Affenskulptur von  Jörg Immendorff

Urteil im Millionenstreit um Immendorff-Affen

  • 1,6 Millionen Euro für Schweizer Galerie
  • Skulpturen bei Achenbach-Insolvenz versteigert
  • Immendorffs-Witwe forderte ebenfalls Millionenerlös

Im Streit um 70 Affen-Skulpturen des Künstlers Jörg Immendorff (1945-2007) hat das Düsseldorfer Landgericht einer Schweizer Galerie mehr als 1,6 Millionen Euro zugesprochen. Das hat das Gericht am Dienstag (08.01.2019) bekannt gegeben.

Skulpturen waren versteigert worden

Die Bronze-Skulpturen waren mit der Insolvenzmasse der Unternehmen von Kunstberater Helge Achenbach 2015 für gut 1,6 Millionen Euro versteigert worden. Nun muss der Insolvenzverwalter der Galerie den Betrag erstatten.

Nach Überzeugung des Gerichts hatten die Skulpturen der Schweizer Galerie gehört. Sie sei Lizenznehmerin gewesen und habe die Skulpturen im Auftrag Immendorffs gießen lassen. Kunstberater Achenbach habe sie lediglich im Auftrag der Galerie verkaufen sollen.

Bronzefiguren nicht Teil der Insolvenzmasse

Kunstwerke in Düsseldorfer Halle

Achenbachs Affen kommen unter den Hammer.

Deshalb gehörten die Immendorff-Skulpturen nach Auffassung der Galerie gar nicht zur Insolvenzmasse. Das hatten zuvor Zeugen bestätigt - darunter auch Helge Achenbach. Er habe die Bronzeaffen nur auf Kommissionsbasis verkaufen sollen, sei aber nie Eigentümer gewesen.

Stand: 08.01.2019, 10:56