Polizei räumt Camp von Klimaaktivisten

Ein Aktivist wird von Polizisten getragen, während das Camp der Aktivisten des Aktionsbündnisses «Ende Gelände» geräumt wird.

Polizei räumt Camp von Klimaaktivisten

  • Protest-Camp auf Sportplatz geräumt
  • Gelände gehört RWE
  • Polizei spricht von "friedlichem Verlauf"

Die Polizei hat am Mittwochabend (24.10.2018) ein Protestcamp von Braunkohlegegnern in der Nähe des Hambacher Forstes geräumt. Rund ein Drittel der etwa 100 Demonstranten im Camp hätten den ehemaligen Sportplatz in Kerpen-Manheim freiwillig verlassen, sagte eine Sprecherin der Polizei Aachen. Einige hätten passiv Widerstand gegen die Räumung geleistet. Insgesamt sei alles "friedlich" verlaufen.

Anzeige wegen Hausfriedensbruch

Protestcamp der Umweltaktivisten von Ende Gelände

Das Camp gab es nur kurz

Von Dutzenden Demonstranten seien Personalien aufgenommen worden, anschließend hätten sie einen Platzverweis bekommen. RWE als Eigentümer des Geländes hat Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch gestellt. Die Braunkohlegegner müssen mit einem Verfahren rechnen.

Angebot der Polizei

Die Polizei hatte den Aktivisten zuvor angeboten, ohne weitere Konsequenzen abzuziehen. Sie verlangten allerdings, dass sie die größeren Zelte des Camps zurücklassen, damit sie nicht an anderer Stelle wiederaufgebaut werden können. Dies hatten die Besetzer abgelehnt.

Die Demonstranten des Aktionsbündnisses "Ende Gelände" wollten von dem Protestcamp aus neue Aktionen gegen den Kohleabbau starten. Möglich seien Blockaden von Schienen, Zufahrten oder Baggern, um Kraftwerke von der Kohlezufuhr abzuschneiden, hieß es.

Gemeinsam für einen früheren Ausstieg aus der Braunkohle!

WDR 5 Morgenecho - Kommentar | 25.10.2018 | 01:53 Min.

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Stand: 25.10.2018, 07:47