Rheinisches Revier: Klima-Aktivisten bereiten sich vor

Klimaaktivisten von Ende Gelände sitzen in weißen Overalls auf einer Wiese.

Rheinisches Revier: Klima-Aktivisten bereiten sich vor

Von Britta Kuck

  • Klimacamp in Viersen eingerichtet
  • Bis zu 6.000 Kohlegegner aus ganz Europa erwartet
  • RWE warnt vor "illegalen Aktionen"

Die Klima-Aktivisten von "Ende Gelände" sind in ihr Aktionswochenende im Rheinischen Revier gestartet. Etwa 1.000 Teilnehmer haben schon ihre Zelte im Protestcamp in Viersen aufgeschlagen. Insgesamt werden bis zu 6.000 Kohlegegner erwartet.

Aktionsbündnis beginnt mit Bau von Protestcamp in Viersen

In dem ursprünglich für 6.000 Menschen geplanten Camp dürfen nach einem Beschluss des Verwaltungsgerichts Aachen 3.000 Menschen übernachten

Die Aktivisten kündigten am Donnerstagmorgen (20.06.2019) auf Twitter ihr weiteres Vorgehen an.

Dieses Element beinhaltet Daten von Twitter. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Die Teilnehmer im Protestcamp üben in speziellen Trainings die Massenproteste. Die Sicherheit ginge vor, sagte eine Sprecherin von "Ende Gelände". Geplant ist offenbar, einen Tagebau lahm zu legen und eine Kohle-Transportbahn zu blockieren.

Protest gegen Empfehlung der Kohlekommission

Gemeinsam mit dem Bündnis "Alle Dörfer bleiben" und Greenpeace wollen die Kohlegegner von "Ende Gelände" gegen die Empfehlung der Kohlekommission protestieren, erst 2038 aus der Braunkohleverstromung auszusteigen.

Kohleausstieg jetzt?: "Nur mit besseren Netzen"

WDR 5 Morgenecho - Interview 21.06.2019 05:12 Min. Verfügbar bis 20.06.2020 WDR 5

Download

"Fridays for Future"-Demo in Aachen

Braunkohletagebau Garzweiler, NRW

Tausende werden zu Klima-Demos im Rheinischen Revier erwartet

Einen schnelleren Kohleausstieg fordern auch die Teilnehmer der "Fridays for Future"-Bewegung. Am Freitag (21.06.2019) wollen bis zu 20.000 Schülerinnen und Schüler aus 16 Ländern in Aachen für den Klimaschutz demonstrieren.

RWE mahnt Gewaltverzicht an

Der Protest der Klima-Aktivisten richtet sich auch gegen den Energiekonzern RWE. Der RWE-Vorstandsvorsitzende Rolf Martin Schmitz hat der Rheinischen Post zufolge die Klima-Aktivisten zu friedlichen Protesten aufgerufen.

"Ende Gelände" hat Protestaktionen bis Sonntag angekündigt.

Stand: 20.06.2019, 14:02