Bonn: Weltweit gefährlichste Schadstoffsoftware zerschlagen

Symbolbild Cyberangriff

Bonn: Weltweit gefährlichste Schadstoffsoftware zerschlagen

Sicherheitsbehörden haben das Emotet-Netzwerk zwar zerschlagen, die Gefahr ist dennoch nicht gebannt. Die deutsche Cyberschutzbehörde BSI in Bonn geht davon aus, dass zehntausende Privatrechner befallen sind.

Emotet gilt unter Cyberschützern als der "König der Schadprogramme", allein in Deutschland sind nach Angaben des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik auch zehntausende Privatrechner befallen. Das Programm kann unter anderem das Online-Banking manipulieren oder Passwörter ausspionieren. 

Betroffene Computer werden von Internetprovider informiert

Die Bonner Behörde ermittelt nun anhand von IP-Adressen, welche Computer genau betroffen sind. Die Nutzer bekommen dann eine Nachricht von ihrem Internetprovider. Eine solche Meldung sollte sehr ernst genommen werden, heißt es vom Bundesamt. Denn ein Rechner, der von Emotet infiziert wurde, habe sehr wahrscheinlich noch andere Schadsoftware auf der Festplatte.

Oftmals nur Neuinstallation möglich

Einige Empfehlungen, was dann zu tun ist, hat die Behörde auf ihrer Internetseite bsi-für-bürger zusammen gestellt. Allerdings dringe Emotet tief in das Computersystem ein. In vielen Fällen bleibe den Nutzern nichts anderes übrig, als infizierte Rechner komplett neu aufzusetzen.

Trojaner Emotet verwüstet IT-Infrastruktur

WDR 5 Quarks - Topthemen aus der Wissenschaft 13.12.2018 06:25 Min. Verfügbar bis 13.12.2023 WDR 5


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Stand: 27.01.2021, 16:44

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