Solingen fordert mehr Geld für Kinderbetreuung

Grundschüler an der Tafel

Solingen fordert mehr Geld für Kinderbetreuung

  • Stadtrat fordert mehr Geld von Bund und Land
  • Zu wenige Platz für Betreuungsangebote
  • Eltern werfen der Stadt Untätigkeit vor

Der Rat der Stadt Solingen fordert am Donnerstag (04.07.2019) vom Bund und vom Land Nordrhein-Westfalen mehr Geld für Ganztagsbetreuung an Grundschulen. In Solingen hatte es Elternproteste gegen das Betreuungsangebot an Grundschulen gegeben.

Solingen kann Betreuungsangebote nicht finanzieren

In dem Schreiben an das Land und den Bund betont der Rat, dass der Rechtsanspruch auf die Betreuung von Kindern nicht mit dem Schuleintritt enden dürfe. Solingen allein sei aber nicht in der Lage, die notwendigen Angebote zu finanzieren.

Eltern kritisieren Betreuungsprogramm

In Solingen kritisieren die Eltern schon länger das zu kleines Betreuungsangebot an Grundschulen. Vor allem fehle es den Schulen an Räumen für die Kinderbetreuung. Die Eltern haben sich mittlerweile in einer Elterninitiative zusammengeschlossen.

Mehr als 900 Eltern fordern von der Stadt zusätzliche Plätze für die Nachmittagsbetreuung an Grundschulen. Sie kritisieren die fehlende Verlässlichkeit bei der Platzvergabe. Das sei für Berufstätige ein unhaltbarer Zustand, so eine Sprecherin der Elterninitiative.

Schulverwaltung sucht Alternativen

Gerade bei fehlenden finanziellen Mitteln müssten kreative Lösungen gesucht werden. Das versucht die Stadt jetzt: An der Grundschule Schützenstraße verhandelt die Schulverwaltung derzeit mit der benachbarten Kirchengemeinde über eine Nutzung dort vorhandener Räume.

Anbauten sind zu teuer

Container oder gar Anbauten könne man überhaupt nicht finanzieren, so die Stadt. Deshalb appelliert der Stadtrat nun an das Land Nordrhein-Westfalen und an den Bund.

Solingen: Eltern fordern Betreuungsplätze

00:51 Min. Verfügbar bis 24.06.2020

Stand: 05.07.2019, 16:39

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