Elsdorf: Stadt fordert Schadenersatz wegen des Tagebaus Hambach

Archivfoto: Der Tagebau Hambach schiebt sich an den Hambacher Forst (11.09.2018)

Elsdorf: Stadt fordert Schadenersatz wegen des Tagebaus Hambach

Die Stadt Elsdorf hat wegen des Tagebaus Hambach finanzielle Entschädigung gefordert. Grund sind neue Pläne des Landes. Danach soll die ab 2030 ausgekohlte Tagebaufläche auf dem Elsdorfer Stadtgebiet nicht rekultiviert werden.

Das Land plant stattdessen vor Ort einen See entstehen zu lassen. Elsdorfs Bürgermeister Andreas Heller hält davon nichts.

"Wenn jemand ihr Haus abreißt und ihnen verspricht, dass sie ein neues bekommen und das so nicht stattfindet, das würde privat ja niemand so hinnehmen. Enteignungen können nicht entschädigungslos erfolgen. Das Weglassen von 20 Quadratkilometer Stadtfläche ist ein enteignungsgleicher Eingriff in unsere Stadt und den möchten wir entschädigt haben", so Heller im WDR-Interview.

Derzeitig beansprucht der Tagebau Hambach noch ein Drittel des Elsdorfer Stadtgebiets.

Wie die Fläche des Tagebaus Hambach künftig genau aussehen soll, darüber berät zurzeit die Landesregierung. Im Frühjahr soll eine Entscheidung vorliegen.

Stand: 23.12.2020, 11:25