Brand im Affenhaus Krefeld: Frauen sollten insgesamt fast 20.000 Euro zahlen

Zwei Feuerwehrmänner laufen zum brennenden Affenhaus im Krefelder Zoo

Brand im Affenhaus Krefeld: Frauen sollten insgesamt fast 20.000 Euro zahlen

Für den Brand im Krefelder Affenhaus hatte die Staatsanwaltschaft für zwei Frauen jeweils 9.000 Euro beantragt, für eine Beschuldigte 1.800 Euro.

Die unterschiedliche Höhe der Geldbeträge hängt mit unterschiedlichen Einkommensverhältnissen zusammen. Alle drei Frauen sollten jeweils 180 Tagessätze zahlen, wie am Montag bekannt wurde.

Der Strafbefehl war bereits im Juli erlassen worden. Die Beschuldigten hatten in der vergangenen Woche Einspruch gegen die Zahlung der Geldstrafen eingelegt. Dadurch wird es jetzt wohl zu einem Gerichtsprozess kommen.

Verhandlung vor dem Amtsgericht Krefeld

Den drei Frauen wird fahrlässige Brandstiftung vorgeworfen. Die Mutter und ihre beiden erwachsenen Töchter hatten sich selbst bei der Polizei gemeldet und zugegeben, in der Neujahrsnacht sogenannte "Himmelslaternen" steigen gelassen zu haben. Eine der verbotenen Laternen soll den Brand im Affenhaus des Krefelder Zoos ausgelöst haben. Bei dem Feuer starben mehr als 30 Tiere, darunter acht Menschenaffen.

Die Staatsanwaltschaft Krefeld erwirkte daraufhin Strafbefehle gegen die drei Frauen. Sie sollten jeweils – wie es heißt – "empfindliche Geldstrafen" zahlen, ohne vor Gericht erscheinen zu müssen. Aufgrund des Einspruchs soll der Fall nun vor dem Amtsgericht Krefeld öffentlich verhandelt werden. Ein Termin steht noch nicht fest.

Stand: 17.08.2020, 12:02

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