Razzia in Köln - Entwarnung nach Verdacht auf Bombenbau

Symbolbild: Blaulicht

Razzia in Köln - Entwarnung nach Verdacht auf Bombenbau

Die Polizei hat wegen eines Verdachts auf Materialbeschaffung für einen Bombenbau mehrere Wohnungen und Häuser in Köln durchsucht. Der Staatsschutz gibt nun Entwarnung.

Der Leiter des Kölner Staatsschutzes, Michael Esser, sagte bei einer Presse-Konferenz am Donnerstagnachmittag:

"Wir haben keine Hinweise darauf, dass diese - auch diese zusammengefügten Substanzen - zu Sprengmitteln gegen Menschen oder Sache eingesetzt werden sollen. Es kann durchaus sein, dass sie nur für den Einsatz an Silvester vorbereitet werden sollten." Michael Esser, Leiter des Kölner Staatsschutzes

Seit dem frühen Donnerstagmorgen hatte der Staatsschutz der Polizei Köln mit Spezialkräften und Sprengstoffspürhunden die Wohnungen von vier Männern durchsucht, die zum Teil der rechtsextremen Szene zugeordnet werden.

Die Polizei hatte den Verdacht, dass die Männer Substanzen zum Bau einer Sprengstoffvorrichtung gekauft haben. Bei den Durchsuchungen in Nippes, Holweide und Mülheim hatten die Ermittler neben Grundstoffen für Sprengstoffmittel auch "Böller" gefunden, die beim Landeskriminalamt untersucht worden sind.

Polizei findet zusätzlich Drogen bei Durchsuchungen

Auch Mobiltelefone und Datenträger werden vom Staatsschutz aktuell ausgewertet, so die Polizei. Zusätzlich haben die Beamten bei der Durchsuchung Betäubungsmittel in nicht geringer Menge gefunden. Im Zusammenhang mit den Drogenfunden werden die vier Männer dem Haftrichter vorgeführt. Weitere Ermittlungen laufen.

Stand: 16.12.2021, 17:02

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