Logo-Streit: Apfelroute und Apple einigen sich

Das Logo der "Apfelroute": ein roter Apfel mit grünem Blatt

Logo-Streit: Apfelroute und Apple einigen sich

Von Anne Burghard

  • Streit zwischen Rhein-Voreifel-Touristik und Apple ist beigelegt
  • Vertrag untersagt Logo-Nutzung für Technik-Produkte
  • Logo darf für Route verwendet werden - 900 Wegweiser für Radfahrer

Der Streit zwischen der Rhein-Voreifel-Touristik und dem Technik-Großkonzern Apple ist beigelegt. Der Tourismusverband muss das Logo der Rheinischen Apfelroute nicht ändern. Apple hatte eine Klage angedroht, weil das Radwege-Logo angeblich der Grafik des Konzerns - einem angebissenen Apfel - ähnlich sehe.

Ähnlichkeit umstritten

Apple wollte, dass der Verein mit Sitz in Wachtberg das grüne Blatt im Logo entfernt. Als problematisch sah der US-Konzern auch die Öffnung des Apfels nach rechts an. Diese Forderungen wollte die Rhein-Voreifel-Touristik jedoch nicht einfach so erfüllen. Sie bestreitet jegliche Ähnlichkeit zum Apple-Logo.

Der Verein aus Wachtberg hat das Logo bereits in Dienstkleidung, Fahrradständer, Fahrradkarten und Banner eingearbeitet. Außerdem wurden rund 900 Wegweiser-Plaketten auf der Route aufgestellt. Ein Austausch des Logos wäre zu teuer, sagt Thomas Baumann von der Rhein-Voreifel-Touristik.

Rechtsstreit vermieden

Der Verband wollte unter anderem wegen der hohen Kosten einen Rechtsstreit vermeiden. Er unterzeichnete deshalb einen Vertrag mit Apple, dass er sein Apfel-Logo nur für die Fahrradroute und nicht für technische Gegenstände nutzen darf. Wegweiser oder T-Shirts mit dem Apfelrouten-Logo sind erlaubt. Bei bedruckten Handyhüllen könnte es schon kritisch werden, so der Verband.

120 Kilometer lang

Die Rheinische Apfelroute ist ein groß angelegtes Fahrradwege-Netz im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis. 120 Kilometer lang führt der Weg durch das traditionelle Apfel-Anbaugebiet. Radfahrer können an zwölf Erlebnis-Stationen Pausen einlegen, viel über Äpfel lernen oder bei den Apfelbauern einkaufen.

Stand: 20.05.2019, 14:52