NRWs erster Kulturkindergarten in Wuppertal eröffnet

Das Schild des Kulturkindergarten in Wuppertal

NRWs erster Kulturkindergarten in Wuppertal eröffnet

  • Künstler singen und werken mit den Kindern
  • Keine Unterschiede zwischen arm und reich
  • Kindergarten finanziert sich hauptsächlich durch Spenden

In Wuppertal ist am Montag (07.01.2019) der erste Kulturkindergarten seiner Art in NRW eröffnet worden. Die Idee: Künstler kommen regelmäßig zu Besuch und singen, tanzen und werken mit den Kleinen. Kreativität steht ganz oben und soll auch Kindern aus ärmeren Familien die Möglichkeit geben, ein Instrument zu spielen, Lieder zu erfinden und Kunstwerke zu erschaffen.

Kreativität macht Kinder stark

Kinder probieren etwas Neues aus, trauen sich etwas und sind stolz, wenn sie etwas aufführen können. Diese Erfahrung macht Björn Krüger, Musikpädagoge und Bandgründer der Wuppertaler Kultband "Uncle Ho" immer wieder. Zweimal in der Woche kommt er in den Kulturkindergarten und macht gemeinsam mit den Kindern Musikprojekte. Er wird, wie alle weiteren Künstler und Handwerker, durch Spenden finanziert. Für die Eltern entstehen keine Mehrkosten. Sie zahlen nur den üblichen Elternbeitrag für die Betreuung und Geld für das Essen.

Chancen für ärmere Kinder

Der Kulturkindergarten liegt auf 4.000 Quadratmetern an der Fahrradstrecke Nordbahntrasse am Rande des eher ärmeren Stadtteils "Nordstadt". Die 100 Kinder, die nach und nach die Kita bevölkern werden, kommen aus allen Schichten und haben viele unterschiedliche Nationalitäten. Viele Familien könnten sich Kunstunterricht, ein Instrument oder kreative Förderung nicht leisten. Hier in der Kita gibt es keine Unterschiede zwischen arm und reich.

Künstlerische Projekte werden durch Spenden finanziert

Die Kinder bekommen Frühstück und Mittagessen und zwar ausschließlich vegetarisch und saisonal. Ab Sommer bauen sie dann selber Gemüse und Früchte an, die auf ihrem Teller landen. Der Nutzgarten wird ebenfalls durch eine Großspende des bekannten Wuppertaler Zeichner Wolf Erlbruch ermöglicht.

Stand: 07.01.2019, 19:01