Ein Jahr nach dem Geiseldrama am Kölner Hauptbahnhof

Polizei, Polizeiautos und Feuerwehrautos vor Kölner Hauptbahnhof - Polizeiaufkommen wegen Geiselnahme

Ein Jahr nach dem Geiseldrama am Kölner Hauptbahnhof

Von Markus Schmitz

  • Brand durch Brandbeschleuniger
  • Frau als Geisel genommen
  • 14-Jährige schwer verletzt
  • mutmaßlicher Täter nicht verhandlungsfähig

Ein Jahr nach der Geiselnahme am Kölner Hauptbahnhof (14.10.2019) ist noch unklar, ob dem mutmaßlichen Täter der Prozess gemacht werden kann. Der jetzt 55-Jährige war vom Spezialeinsatzkommando niedergeschossen worden.

Brandbeschleuniger im Schnellrestaurant

Er hatte in einem Schnellrestaurant Brandbeschleuniger entzündet und anschließend eine Frau in einer Apotheke als Geisel genommen.

Spezialkommando schaltet Geiselnehmer aus

Polizei vor Kölner Hauptbahnhof - Polizeiaufkommen wegen Geiselnahme

Polizei vor Kölner Hauptbahnhof

Das Spezialeinsatzkommando der Polizei hatte den Befehl dann einzugreifen, wenn der Täter die Geisel mit Benzin übergiesst. Genau in diesem Moment stürmten die Spezialkräfte einen hinteren Raum der Apotheke und schalteten den Geiselnehmer aus. Zuvor hatte er in einem Schnellrestaurant Benzin angezündet.

14-Jährige schwer verletzt

Dabei erlitt eine damals 14-Jährige schwere Verletzungen an ihren Beinen. Sie musste mehrmals operiert werden. Heute sagt sie, es gehe ihr wieder gut. Sie konnte trotz eines langen Klinikaufenthalts ihr Schuljahr erfolgreich beenden. Die Frau, die als Geisel genommen wurde, hatte sich später mit ihren Befreiern, dem Spezialeinsatzkommando getroffen. Details darüber wurden nicht bekannt.

Täter immer noch verhandlungsunfähig

Der mutmaßliche Täter, ein jetzt 55-jähriger syrischer Flüchtling, ist bisher verhandlungsunfähig. Sollte sich an dem Zustand nichts ändern, werde das Verfahren eingestellt, so die Kölner Staatsantwaltschaft.   

Stand: 15.10.2019, 08:09