"Silent Rider": Kampagne gegen Motorradlärm in der Eifel

Motorradfahrer fährt um eine Kurve

"Silent Rider": Kampagne gegen Motorradlärm in der Eifel

  • Eifelgemeinden wehren sich gegen zu schnelle Motorradfahrer
  • Lärm bedeute Stress im Nationalpark für Mensch und Tier
  • Aktionsbündnis fordert Gesetzesänderungen

Sieben Eifelgemeinden zwischen Simmerath, Hürtgenwald und Heimbach machen mobil gegen Motorradlärm: Es soll endlich Schluss sein mit aufheulenden Maschinen und ohrenbetäubendem Lärm. Am Donnerstag (06.06.2019) wurde deshalb die Kampagne "Silent Rider" ins Leben gerufen.

Stress im Nationalpark für Mensch und Tier

Seit Jahren beschweren sich die Anwohner über den Lärm der Motorräder auf den Serpentinen in der Eifel. Ausgerechnet im Nationalpark Eifel seien Mensch und Tier Lärm und Stress ausgesetzt, beklagt auch der Förderverein des Nationalparks. Erholungssuchende Touristen würden inzwischen das Weite suchen.

Kampagne "Silent Rider" gegen Motorradlärm

00:28 Min.

Bislang keine Maßnahme erfolgreich

Bislang hat noch keine Maßnahme von Polizei und Ordnungsbehörden die Raser dauerhaft ausbremsen können. Wer Spaß daran finde, die Serpentinen zum Rursee herunterzurasen, der habe nicht selten das Bußgeld dafür einkalkuliert, beklagen Mitglieder des Netzwerks motorradlärm.de.

Einführung persönlicher Helmkennzeichen?

Die Bürgermeister der sieben Eifelgemeinden haben nun einen Forderungskatalog vorgelegt. Er wird mitgetragen von Gemeinden im Sauerland, im Schwarzwald und im Odenwald. Gemeinsam wird von den Gesetzgebern in Brüssel und Berlin gefordert, endlich tätig zu werden: Die sofortige Stilllegung manipulierter Maschinen soll ebenso ermöglicht werden wie die Einführung persönlicher Helmkennzeichen. Damit könnten die Fahrer einwandfrei ermittelt werden. Der Bundesverband der Motorradfahrer unterstützt die Forderungen.

Motorradfahrer Michael Hetzel fürchtet zu drastische Maßnahmen

00:16 Min.

Stand: 06.06.2019, 12:25