Bonn will 10.000 Eichen pflanzen

Stieleiche

Bonn will 10.000 Eichen pflanzen

Von Christian Avital

  • Robustere Bäume gegen Schädlinge
  • Zwei Millionen Euro bewilligt
  • Aufforstung nicht immer notwendig

Borkenkäfer, Rußrindenkrankheit und die anhaltende Trockenheit machen den Bäumen in Bonn schwer zu schaffen. Hunderte mussten schon gefällt werden. Mit der Aufforstung kommt die Stadt kaum hinterher. Robustere Arten sollen das Baumsterben künftig eindämmen.

Eichen für den Stadtwald

Auch der Baumbestand im Bonner Stadtwald hat sehr unter den Schädlingen und der extremen Trockenheit zu leiden. Die Mitarbeiter vom Stadtgrün mussten hunderte Fichten fällen. Sie waren vom Borkenkäfer befallen. Rund 10.000 Stiel- und Traubeneichen sollen die Fichten ab Herbst ersetzen. Sie gelten als widerstandsfähiger.

Trockenheit und Borkenkäfer setzen Waldbauern unter Druck

WDR 5 Profit - Topthemen aus der Wirtschaft 02.07.2019 12:38 Min. Verfügbar bis 01.07.2020 WDR 5

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Stadt drängt zur Eile

Zwar hat der Rat bereits zwei Millionen Euro für die Wiederaufforstung im Stadtgebiet bewilligt, allerdings wurde der Auftrag bislang noch nicht ausgeschrieben. Der Bau- und Vergabeausschuss will das in seiner Sitzung am 15. August 2019 beschließen. Die Stadtverwaltung warnt bereits, dass die Kosten weiter steigen könnten, sollte mit der Aufforstung nicht schnell begonnen werden. Denn auf den Freiflächen bildet sich andere Vegetation, die dann aufwändig entfernt werden muss.

Rußrindenkrankheit bei Ahornen

Ende Juni 2019 hatte die Stadt damit begonnen, von der Rußrindenkrankheit befallene Bergahorne zu fällen. Der hochansteckende Pilz sorgt für ein Absterben der Bäume. Bei Menschen kann der Erreger allergische Reaktionen hervorrufen. Ersatzpflanzungen sind laut Stadt nicht immer notwendig, da oft natürlich gewachsene Jungahorne die Lücken schließen könnten.

Stand: 05.08.2019, 13:08

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