Frau muss nach Messerattacke auf Ehemann fast drei Jahre in Haft

Bild des Landgerichtes Düsseldorf von außen

Frau muss nach Messerattacke auf Ehemann fast drei Jahre in Haft

Im Prozess um den gewaltsamen Tod eines Familienvaters hat das Landgericht Düsseldorf die angeklagte Ehefrau zu zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Sie hatte ihren Mann mit einem Messer erstochen.

Die Richter werteten die tödlichen Messerstiche auf den Ehemann im vergangenen Dezember in Düsseldorf nur als Körperverletzung mit Todesfolge, nicht als Mord. Die 40-Jährige sei zum Tatzeitpunkt erheblich angetrunken gewesen und daher nur vermindert schuldfähig.

Die Frau hatte die Tat gestanden. Sie habe aber nach einem gemeinsamen Zechgelage nur einen sexuellen Übergriff ihres angetrunkenen Mannes abwehren wollen. Den Vater ihres dreijährigen Sohnes habe sie weder verletzen und noch töten wollen. Der Staatsanwalt hatte drei Haft, der Verteidiger mangels Schuldfähigkeit der Frau Freispruch beziehungsweise eine Bewährungsstrafe gefordert.

Mann verblutete innerlich

Laut Anklageschrift hatte die Frau ihrem Mann ein Messer mit einer 20 Zentimeter langen Klinge in den Rücken gerammt. Der 39-Jährige war innerlich verblutet.

Stand: 12.08.2020, 16:09

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