Aachener Elektroautobauer e.GO insolvent

e.Go in der Werkstatt in Aachen

Aachener Elektroautobauer e.GO insolvent

Von Britta Kuck

  • Aachener E-Mobil-Hersteller im Insolvenzverfahren
  • Mitarbeiter von e.GO Mobile in Kurzarbeit
  • e.GO muss zweistellige Millionensumme aufbringen

Die Aachener Firma e.GO Mobile muss bis Ende Juli einen "hohen zweistelligen Millionenbetrag" aufbringen, sagte der der Geschäftsführer Günther Schuh am Donnerstag (02.07.2020) dem WDR. Die genaue Summe nannte er nicht.

Nur 540 Autos verkauft

Seit Mittwoch (01.07.2020) ist das Unternehmen im Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. So hat es das Amtsgericht Aachen angeordnet. Ziel sei es, bis zur dritten Juliwoche eine endgültige Entscheidung herbeizuführen, sagte Schuh. Falls das nicht gelingen sollte, könne man um bis zu zwei Wochen verlängern. Er geht aber davon aus, dass er Ende Juli "wieder eine komplett durchfinanzierte Firma" haben werde.

Derzeit befindet sich das Unternehmen in Verhandlungen mit vier Investoren, drei internationalen, so Schuh. Das seien mehr als notwendig. Der e.GO-Mobile-Geschäftsführer ist zuversichtlich, dass man sich bald mit einem Investor einigen werde.

Zu wenig Autos verkauft

Etwa 80 Prozent der 424 Mitarbeiter von e.GO Mobile sollen jetzt in Kurzarbeit, teilte ein Sprecher des Unternehmens dem WDR mit. Davon sind hauptsächlich die Bereiche Entwicklung und Produktion betroffen. Die Mitarbeiter sind am Mittwoch (01.07.2020) per Videobotschaft darüber informiert worden.

Die Aachener Firma hatte 2019 das selbst gesteckte Ziel verfehlt, 1.000 Fahrzeuge zu verkaufen. Am Ende waren es nur 540.

Aachen: Wie geht es weiter bei e.GO?

00:29 Min. Verfügbar bis 02.07.2021

Stand: 02.07.2020, 11:59