Prozess um explodierte E-Zigarette in Köln

Prozess um explodierte E-Zigarette in Köln

  • Prozess in Köln um Schadenersatz
  • E-Zigarette falsch montiert?
  • Verkäufer auch in Strafprozess angeklagt

Ein Alptraum für Raucher von E-Zigaretten: Ein Mann zieht an der Zigarette und sie explodiert an seinen Lippen. Schwere Verletzungen sind die Folge: Das geschah vor zwei Jahren in Köln.

Jetzt will das Opfer vor dem Kölner Landgericht 30.000 Euro Schadenersatz erstreiten. Am ersten Prozesstag am Donnerstag (20.12.2018) wird schon ein Urteil erwartet.

Opfer klagt auf Schadensersatz

Kölner Landgericht

Käufer fordert Schadenserzatz

Der Mann verlor drei Zähne, fünf weitere brachen ab. Außerdem wurde er schwer im Gesicht verletzt.  Eigentlich wollte er in dem Fachgeschäft in der Kölner Innenstadt eine neue Geschmacksrichtung testen. "Als hätte mir jemand mit dem Hammer ins Gesicht schlagen", beschreibt der Barkeeper den Moment der Explosion. Er habe auch sehr stark geblutet.

 Gutachten eingeholt

Warum der Akku explodierte, konnte bislang auch ein Gutachten nicht eindeutig feststellen. Laut Anwalt des Verkäufers habe die Abteilung für Produktsicherheit der Bezirksregierung eine Expertise erstellt.

Demnach könne "für die Explosion keine konkrete Ursache ermittelt werden".  Der Verkäufer hatte nach eigenen Angaben den Akku im Internet gekauft.

Das Bild zeigt einen Mann, der eine E-Zigarette raucht.

Ursache für Explosion des Akkus unklar

Der Vorfall passierte bereits im Jahr 2016. Parallel läuft auch ein Strafverfahren gegen den Verkäufer. Der Vorwurf: fahrlässige Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion und fahrlässige Körperverletzung.

 

Stand: 20.12.2018, 08:00