Schärfere Regeln für E-Scooter in Köln treten in Kraft

Trotz angeblichem Parkverbot weiter E-Scooter am Rheinufer

Schärfere Regeln für E-Scooter in Köln treten in Kraft

Von Freitag an gelten die neuen Regeln, auf die sich die Stadt Köln und die Verleiher geeinigt hatten. Damit soll das Chaos um falsch geparkte E-Scooter begrenzt werden.

Die Verleiher der Scooter wollen nach eigenen Angaben die Zahl der Leih-Roller in der Innenstadt ab sofort um ein Drittel verringern. Stattdessen sollen in den Außenbezirken mehr E-Scooter angeboten werden. Jeden vierten Roller wollen die Verleiher dort einsetzen. Im Gegensatz zur Innenstadt können die E-Scooter außerhalb des Zentrums weiterhin überall abgestellt werden.

Ein Drittel weniger E-Scooter in der Innenstadt

Nach Angaben der Stadt sind durchschnittlich mehr als 7000 E-Scooter pro Tag in der Innenstadt unterwegs – von sieben Anbietern. Diese Zahl soll auf etwas mehr als 4500 E-Scooter reduziert werden, was etwa 650 Fahrzeugen pro Anbieter entspricht.

"Die Verwaltung fordert weiterhin eine Reduzierung um 50 Prozent – hier konnte mit den Verleihern im Rahmen der aktuellen Vereinbarung bisher kein Konsens erzielt werden", hieß es in einer Mitteilung.

Köln: Abstellverbotszonen und Parkplätze für E-Scooter

Für Nutzer von E-Scootern gelten ab sofort auch neue Parkregeln. Es gibt Zonen, in denen Leih-Scooter nicht mehr abgestellt werden dürfen und speziell ausgewiesene E-Scooter-Parkplätze im Zentrum. Abstellflächen sollten möglichst an jeder Kreuzung in der Innenstadt geschaffen werden, hieß es.

E-Scooter-Betreiber in Köln zahlen Infrastrukturabgabe

"Um diesen Prozess zu beschleunigen, haben die Anbieter der Stadt eine Infrastrukturabgabe pro Scooter angeboten", schrieben die Verleiher, die sich auf der Plattform Shared Mobility zusammengeschlossen haben. Zur Höhe der Abgabe machten sie jedoch keine Angaben.

Zudem kündigten die Verleiher an, eine Fußpatrouille einzurichten, die anbieterübergreifend falsch geparkte E-Scooter umstellen soll. Diese könnten auch direkt von Fußgängern an die Anbieter gemeldet werden. "Die Anbieter verpflichten sich zu einer Reaktionszeit von drei bis sechs Stunden zu normalen Betriebszeiten", hieß es in der Mitteilung.

1,5 Millionen E-Scooter-Fahrten in Köln

Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) sprach von einem "Etappenziel", es müssten weitere Schritte folgen. "Außerdem erwarte ich eine Erfüllung des Versprechens einer zeitnahen Bergung der E-Scooter aus dem Rhein", sagte sie laut Mitteilung. Dort sollen etwa 500 E-Scooter liegen.

Nach Angaben der Betreiber gab es seit Anfang des Jahres 1,5 Millionen Fahrten mit E-Scootern in Köln. Dabei wurden mehr als drei Millionen Kilometer zurückgelegt.

Nach wochenlangen Diskussionen um Probleme mit falsch geparkten E-Scootern hatten sich die Verleiher und die Stadt Köln auf die neuen Regeln und Maßnahmen verständigt.

E-Scooter im Rhein werden zunehmend zum Problem

WDR 5 Morgenecho - Westblick am Morgen 17.06.2021 02:28 Min. Verfügbar bis 17.06.2022 WDR 5 Von Annika Krooß


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Stand: 03.09.2021, 08:40