Köln: Erst drei E-Scooter von Profitauchern geborgen

Stand: 07.09.2021, 09:02 Uhr

Im Kölner Rheinauhafen hat die Bergung von etwa 60 E-Scootern begonnen. Taucher holen die Fahrzeuge vom Grund des Hafenbeckens. Allerdings war der erste Tag wenig ertragreich.

Von Oliver Köhler

Von einem Boot aus sind die Profitaucher hier im Rheinauhafen ins Wasser gegangen. Ein Sonarboot hatte bis zu 60 Gegenstände im Wasser geortet, bei denen es sich um solche Tretroller handeln könnte. Beim Start der Suche am Montag wurden allerdings nur 3 Roller gefunden.

E-Scooter werden zerlegt

Alle E-Scooter, die die Taucher finden, hievt ein Kran ans Ufer. Dort werden die Tretroller zerlegt. Ein Spezialunternehmen entsorgt die Akkus, in denen sich giftige Stoffe befinden. Die Bergung im Rheinauhafen ist der Auftakt zu einer größeren Bergungsaktion im Rhein. Für Ende Oktober ist geplant, im Rhein unter den Brücken nach versunkenen E-Scootern zu suchen. Insgesamt werden nach WDR-Informationen in Köln bis zu 500 E-Scooter im Rhein und in den Häfen vermisst.

Die Bergung im Rhein selbst ist extrem aufwendig. Dafür wird ein Spezialschiff benötigt und der Rhein muss stellenweise für den Schiffsverkehr gesperrt werden. Wegen des großen Aufwandes soll die Bergung aus dem Strom erst zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.

Verleiher übernehmen Bergungskosten

Nach Angaben der Verleiher wurden im Bereich der Kölner Rheinbrücken etwa 100 Verdachtspunkte identifiziert. Die Kosten für die Bergung übernehmen die Verleiher. Wer die Scooter in den Rhein geworfen hat, ist unklar. Bisher wurden keine Verdächtigen gefasst. Am Dienstag geht die Suche im Rheinauhafen weiter - sie soll im Laufe des Tages aber abgeschlossen werden.

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