Großeinsatz der Polizei am Hambacher Forst beendet

Großeinsatz der Polizei am Hambacher Forst beendet

  • Hundertschaften der Polizei am Tagebau Hambach
  • Suche nach gewalttägigen Linksautonomen
  • Festnahmen und Waffenfunde

Hier geht es zur Diskussion über den Polizeieinsatz am Hambacher Forst

Seit den frühen Morgenstunden (28.08.2018) hatten rund um den Braunkohlentagebau Hambach mehrere Hundertschaften sowie Dutzende Kriminalbeamte das Wiesencamp in Nähe des Tagebaus durchsucht. Man habe einiges an Beweismitteln gefunden, sagte ein Sprecher der Aachener Polizei, unter anderem auch Pyrotechnik und mehrere Waffen.

Insgesamt wurden 21 Personen zum Polizeigewahrsam nach Aachen gebracht, da sie ihre Personalien nicht angaben oder ihre Personalpapiere nicht mitführten. Drei weitere Personen wurden vorläufig festgenommen. Den Bewohnern des Camps wurde ein Platzverbot bis 21 Uhr erteilt.

Großes Polizeiaufgebot im Wiesencamp

Die Polizei setzte auch schweres Gerät ein - zum Beispiel um Holzpaletten abzutransportieren, die für den Bau von Barrikaden genutzt werden können. Auch gefährliche Tunnelsysteme wurden entdeckt, die jetzt mit Beton aufgefüllt werden. Das Polizeiaufgebot war immens. Über dem Gelände kreiste ein Hubschrauber. Mehrere Räumfahrzeuge standen bereit. Am Nachmittag räumte RWE ein eigenes Grundstück und riss dabei Holzhäuser und Unterstände ab.

Durchsuchung des Wiesencamps am Hambacher Forst

Aktuelle Bilder vom Polizeieinsatz

Zu sehen sind Polizisten im Wiesencamp

Die Polizei reagiert auf die Übergriffe am vergangenen Wochenende.

Die Polizei reagiert auf die Übergriffe am vergangenen Wochenende.

Mehrere Hundertschaften sind im Einsatz ...

... um das Wiesencamp zu durchsuchen.

Es werden sowohl Personen kontrolliert ...

... als auch Beweismaterialien gesichert.

Die ersten Aktivisten wurden bereits vorläufig festgenommen.

Staatsanwaltschaft ordnete Durchsuchung an

Nachdem am vergangenen Wochenende sieben Polizisten bei Ausschreitungen mit militanten Umweltaktivisten verletzt wurden, beantragte die Staatsanwaltschaft Aachen diese Durchsuchung. Sie vermutet, dass im Wiesencamp die Angriffe auf die Polizei am letzten Wochenende geplant wurden.

Hier ist Platz für Ihre Meinung

Stand: 28.08.2018, 19:00

Kommentare zum Thema

33 Kommentare

  • 33 Grad 29.08.2018, 12:05 Uhr

    Wann bereit die Politik diesem energiepolitischen Unsinn endlich ein Ende? Der Strom aus den Kohlekraftwerken ist überflüssig und belastet die Umwelt mehr als alle Dieselautos zusammen. Natürlich ist es völlig inakzeptabel, Polizisten anzugreifen. Die Proteste sind grundsätzlich aber doch wohl mehr als berechtigt.

    Antworten (1)
    • Frank H 29.08.2018, 12:46 Uhr

      Dass der Strom aus Kohle nicht überflüssig sondern notwendig ist zeigt Ihnen der regelmäßige Blick auf die Erzeugungsdaten wie sie unter anderem bei Agora-Energiewende oder electricitymap.org zugänglich sind... Wir haben momentan keine großen Stromspeicher und entsprechend fangen Kohle- und Erdgaskraftwerke die Fluktuationen im Netz auf.

  • 32 Heisenberg 29.08.2018, 08:35 Uhr

    Warum sitzen da so viele Jugendliche? Alle Arbeitslos oder Urlaub? Hauptsache zwei Knöpfe an der Backe!

    Antworten (1)
    • Atze 29.08.2018, 10:13 Uhr

      Die haben sich mal nen Tag Urlaub genommen, oder haben nen gelben Schein oder leben sowieso nach dem SGB. Dann ist ja immer Geld vorhanden.

  • 31 Monika B. 29.08.2018, 07:56 Uhr

    Wir leben in einer kapitalistischen Weltordnung, wo Geld und Profit über allem stehen. Das muß man sich immer vor Augen halten. Der Profit ist das Maß aller Dinge. Das ist schlimm, aber nicht zu ändern. Politiker sind nur Marionetten. Denkt immer die Weissagung der Cree: Erst wenn der letzte Baum gerodet ..... werdet ihr merken, daß man Geld nicht essen kann. Es wird genauso kommen.

    Antworten (1)
    • krützner 29.08.2018, 15:01 Uhr

      Genauso wird es kommen. Wir werden noch Kinder ersticken sehen. Tote Fische gab es genug und nur für Arbeit oder Geld prostituieren sich die "Jugendlichen von Hambach" zum Glück nicht .Jeder der darauf hetzt sollte sich gewaltig schämen!!!!!!

  • 30 Hans Dall 29.08.2018, 00:00 Uhr

    Dass sowohl die Bundesregierung als auch die NRW-Regierung in der Klimapolitik auf Zeit spielen, ist seit der Aufkündigung der Klimaziele 2020 bekannt. Nach uns die Sintflut denken sich offensichtlich die CDUFDPSPD. Es wäre aber ein Zeichen von politischem Anstand der oder einiger Partei-Politiker, jetzt die Verlängerung des Moratoriums zu verlangen. Offensichtlich fehlt bei den die Regierung tragenden Parteien das Interesse an einem politischen Ausgleich. Leider gibt es wenig Informationen zu diesem Konflikt in überregionalen Medien. Das wäre eine Aufgabe für den WDR. Es wäre auch gut zu wissen, was die jetzige Oppositionspartei SPD in NRW zur Rodung meint. Dies nachzufragen wäre auch eine Aufgabe desWDR.

  • 29 Tina H. 28.08.2018, 20:05 Uhr

    Hier wird nur von den Steinewerfern geredet. Es gibt aber auch andere Formen des Protests, z:b. die Waldspaziergänge, Musiker und Künstler. Und viele der Menschen , die dagegen sind trauen sich wahrscheinlich gar nicht mehr dahin zu fahren um zu protestieren, sowohl wegen der Autonomen als auch wegen des enormen Polizeiaufgebots - mir geht es auch so. Warum wird das so dermassen eskaliert? Was muss denn noch alles passieren? Soll das so enden wie in Hamburg beim Klimagipfel? Warum kann RWE nicht Menschlichkeit zeigen und muss auf ihrem Recht beharren? RWE eskaliert den Konflikt, damit es nachher wieder die bösen Autonomen und Linksextremen waren, die Landespolitik lässt es zu . Sogar unsere Umweltministerin ist für einen Rodungsstopp! Hat Umwelt- und Klimaschutz denn gar keinen Wert mehr in unserem Land, das sich mal als Vorzeigestaat des Pariser Abkommens gesehen hat? Hier könnte mal ein deutliches Zeichen gesetzt werden, aber unsere Politiker betreiben lieber Lobbyarbeit!

    Antworten (2)
    • Frank H. 28.08.2018, 21:55 Uhr

      Wäre schön wenn Sie sich etwas umfänglicher informieren würden, bevor Sie hier der RWE den schwarzen Peter zuschieben wollen. 1.) Es stehen jährlich im Oktober Rodungen an um das Vorfeld des Tagebaus für die Bagger vorzubereiten. Letztes Jahr war man so kulant auf die Rodungen zu verzichten aufgrund eines schwebenden Verfahrens welches in mehreren Instanzen der RWE im Thema Hambacher Forst Recht gegeben hat. DIeses Jahr kann dies nicht mehr aufgeschoben werden. 2.) Frau Schultze hat vor 2 Jahren als sie selbst in der Regierung war den Abbauplan abgesegnet. Ihr jetziges Verhalten ist Heuchlerei. 3.) Aussagen, die Rodungen wären dieses Jahr nicht notwendig, wurden seitens RWE klar wiederlegt und sind auch nachvollziehbar wenn man mal ernsthaft darüber nachdenkt. 4.) Der Konflikt wird seit Jahren durch Gewalttaten der Aktivisten im Hambacher Forst befeuert. Dieses Video sollte man sich dazu mal anschauen: https://www.youtube.com/watch?v=Ea_5CluYuH8

    • Anonym 29.08.2018, 10:38 Uhr

      Auch bei dem Verfahren im letzten Jahr musste der Richter RWE zwar Recht geben, bedauerte aber deren Kompromissbereitschaft. https://rp-online.de/politik/selbst-der-richter-bedauert-das-urteil_aid-20756469 RWE zeigt sich nicht einsichtig, trotz der jahrelangen Proteste - die nicht immer so radikal waren (ich bin gegen die Gewalt, aber ich verstehe, dass sich da ein enormer Frust aufgebaut hat, wenn der Protest wieder und wieder ignoriert wird). Ich erinnere nur an die Menschenkette im Februar 2017. Und jetzt haben sich die Vorzeichen deutlich gewendet. Die Kohle ist tot, der Ausstieg steht bevor. Kann man da nicht Menschlichkeit zeigen oder wenigstens Kompromisse eingehen? Das Geld für die Aufforstungen könnte man auch in die Schaffung neuer Arbeitsplätze stecken. Aber der Wald ist unwiderbringlich verloren, genau wie noch mehr Menschen ihre Heimat verlieren sollen, wenn ihre Dörfer dem Kohleabbau zum Opfer fallen. Da ist doch wirklich schon genug Unrecht geschehen!

  • 28 Max Otto 28.08.2018, 19:07 Uhr

    Ich bin schon für einen Kohleausstieg, aber nicht so radikal. Dörfer sollte man nicht mehr opfern, einen Wald kann man wieder aufforsten.

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    • Klarsteller 28.08.2018, 19:49 Uhr

      ... es geht hier nicht um einen Wald, Schätzelein.

  • 27 Hinweisender 28.08.2018, 18:07 Uhr

    Was RWE dort macht und die Regierung zulässt, ist ein unverzeihliches Vergehen an Mensch und Natur. Es gibt hier keinen Argumentationsspielraum, nur simple Tatsachen. Schon klar, wer hier Herr im Hause ist. Wenn diese Ohnmacht die Bürger veranlasst, andere Mittel als Argumente zu ergreifen, kann dies nicht auf völliges Unverständnis stoßen. Ist das Zuschauen besser?

  • 26 Gegenwind 28.08.2018, 17:49 Uhr

    Wiesencamp....ach nein wie idyllisch....es ist eine Beleidigung und Verarsche so einer Müllkippe ein Forum zu schaffen. Da sieht die Deponie Warden um Längen schöner aus...Ratten fühlen sich dort wahrscheinlich selbst nicht wohl....bah.

  • 25 Sebastian 28.08.2018, 17:19 Uhr

    Mehrere Polizeibeamte in den letzten Tagen schwer verletzt. Wo ist da der Aufschreih im Bundestag?

  • 24 Strom kommt aus der Steckdose 28.08.2018, 17:17 Uhr

    Kein Kohlestrom... Luft wird schlecht.. keine Windräder.... Vögel fallen vom Himmel... Ohne Strom auch kein Internet... Kann man dann aber auch kein Blöder Zeug Bloggen.... der kleine Deutsche soll die Welt retten... Chinesen & Inder pusten den Dreck dafür aber richtig schön in die Luft.. Immer auf die Polizei draufhauen.... Aber weinen wenn abends die Wohnung lehrgerämt ist.... Wiederstand gegen Polizeibeamte gehört massiv bestraft.... Schon einmal darüber ansatzweise nachgedacht wofür die Polizei die ganze Zeit die Knochen hin hält..... Da geht's nicht um ein paar Bäume die sowieso wieder nachwachsen.... Da geht's nur um Gewalt gegen die Polizei... Usw usw

  • 23 Atze 28.08.2018, 17:14 Uhr

    Der Hambacher Forst, da wird mal wieder ein Stück Natur zerstört um die Geldbarone an Rhein und Ruhr noch reicher zu machen. Für gewalttätige Übergriffe gegen die Polizei habe ich allerdings kein Verständnis und bin strikt dagegen.