DuMont-Verlag verkauft Berliner Zeitung

DuMont-Verlag verkauft Berliner Zeitung

  • Kölner Verlag verkauft Berliner Zeitung
  • Trennung von Berliner Verlag soll erster Schritt sein
  • Bundeskartellamt muss dem Verkauf zustimmen

Die Kölner Mediengruppe DuMont verkleinert sich. Wie das Unternehmen Dienstag (17.09.2019) mitgeteilt hat, erhält der Berliner Verlag neue Eigentümer. Das hat der Verlag seinen Mitarbeitern am Vormittag per Intranet mitgeteilt.

Demnach ist das Berliner Ehepaar Silke und Holger Friedrich der neue Besitzer unter anderen der "Berliner Zeitung", des "Berliner Kuriers" und mehrerer Digitalangebote.

Keine Angaben zum Kaufpreis

Noch ist der Verkauf nicht in trockenen Tüchern. Das Bundeskartellamt muss dem noch zustimmen. Zu dem Kaufpreis möchte DuMont keine Angabe machen. Darüber habe man Stillschweigen vereinbart, heißt es von der Mediengruppe.

Branchenkenner gehen indes davon aus, dass er deutlich unter dem Preis liegt, den der verstorbene Verleger Alfred Neven DuMont damals für den Verlag bezahlt hat. Der soll sich im dreistelligen Millionenbereich befunden haben.

Erster Schritt der Portfolio-Überprüfung

Der Verkauf des Berliner Verlags kommt nicht überraschend. Schon länger wird darüber spekuliert, dass sich das Kölner Medienunternehmen von all seinen Regionalzeitungen trennen möchte. In Köln gibt der Verlag den Kölner Stadtanzeiger und den Express heraus. Offiziell bestätigt hat DuMont das bislang nicht.

Stattdessen hatte das Unternehmen angekündigt, Strukturen und Geschäftsfelder zu überprüfen. Dabei stehen aus Kostengründen auch immer Verkäufe oder Kooperationen mit Mitbewerbern in der Diskussion.

Ob der Verkauf Arbeitsplätze in Berlin kosten wird, darüber äußerten sich bislang weder das Kölner Verlagshaus noch die neuen Besitzer. Neubesitzer Holger Friedrich sagt in einer Pressemitteilung lediglich, er wolle das Profil des Berliner Verlags stärken und den politischen und gesellschaftlichen Diskurs für Berlin bereichern.

Stand: 17.09.2019, 11:36

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