Duisburger können Feinstaub selbst messen

Abgase strömen aus dem Auspuff eines Autos

Duisburger können Feinstaub selbst messen

  • Stadt bietet Anleitung für Bausatz an
  • Techniker helfen beim Messen
  • Projekt soll Umweltbildung fördern

Auf einer Online-Karte können die Duisburger in Zukunft genau sehen, wie hoch die Feinstaubbelastung in der Ruhrgebietsstadt ist - anhand ihrer selbst gemessenen Werte. Bei der Stadt gibt es ab sofort eine Anleitung für den Bausatz.

Die Duisburger Umweltbildung voranbringen

"Unser Ziel ist es, über dieses Netzwerk mehr Bürger zu gewinnen, die das mit einfachen Mitteln machen", sagt Umweltdezernent Ralf Krumpholz. Sieben offizielle Messstellen für Feinstaub gebe es in Duisburg bereits, mit Hilfe der Bürger wolle man nun mehr Werte für die insgesamt 233 Quadratkilometer große Fläche bekommen.

Das Projekt läuft in Kooperation mit der städtischen Volkshochschule. So will die Stadt ihren Bildungsauftrag erfüllen. Auch Schulklassen sollen bei Interesse an dem Projekt teilnehmen. "Es soll auch ein Projekt sein, dass die Umweltbildung in Duisburg voranbringt", sagt Krumpholz.

Workshop zum Messen in der Volkshochschule

Zwei Hände halten einen Sensor

Der Sensor ist das Kernstück des Messgeräts, das Jeder selbst bauen kann.

Mitmachen kann bei der Messaktion Jeder. Für Duisburger, die mit Technik nicht viel anfangen können, bietet die Stadt einen Workshop an. Da wird dann genau erklärt, wie man die Messstation einrichtet. Rund 40 Euro kostet der Bausatz für die kleine Messstation. Die ersten zehn Duisburger, die sich für die Aktion melden, bekommen einen Bausatz von der Stadt geschenkt.

Bei den Messungen geht es in erster Linie um den Feinstaub. Denn er enthält winzige Partikel, die Krankheiten verursachen können, wie Entzündungen in der Luftröhre und Herzprobleme.

Stand: 30.11.2017, 09:45