Düsseldorfer Tierretter in Australien: "Viele tote Kängurus"

Tierretter Stefan Bröckling rettet Vogel

Düsseldorfer Tierretter in Australien: "Viele tote Kängurus"

Von Meriem Benslim

  • Düsseldorfer Tierretter hilft in Australien
  • Suche nach Tieren im Outback
  • Vermutlich Hilfe von Feuerwehr und Suchhund

"Hier liegen viele tote Kängurus. Einige lebende Koalas wurden aber auch schon gefunden", sagt Tierretter Stefan Bröckling am Dienstag (21.01.2020) dem WDR. Gemeinsam mit fünf weiteren Tierschützern rettet er zurzeit Wildtiere aus einem ehemaligen Brandgebiet in Australien.

"Wir sind jetzt in einem 2000 Hektar großen Privatgebiet, in dem das Feuer bis vor elf Tagen gewütet hat. Seither war niemand dort", erklärt Bröckling. Der Einsatz werde von Ortskundigen und dem Eigentümer begleitet.

"Ich falle abends todmüde ins Bett"

"Das ist hier richtig im Outback", sagt Bröckling per Sprachnachricht. Er habe sehr viele Anfragen von Jounalisten. Aufgrund des kaum vorhandenen Handyempfangs sei es allerdings sehr schwierig, Kontakt zu halten und detaillierter über seinen Einsatz zu berichten. Außerdem sei die Arbeit vor Ort sehr anstrengend: "Ich falle abends todmüde ins Bett".

Die Gruppe versucht jetzt, möglichst viele Tiere aus dem ehemaligen Brandgebiet zu retten. "Dafür bekommen wir vermutlich noch Hilfe von Feuerwehrmännern. Und von einem Suchhund, der Koalas aufspüren kann".

Spenden aus Deutschland abgegeben

"Wir haben hier außerdem zwei Tierauffangstationen besucht und dort Spenden aus Deutschland abgegeben", so Bröckling weiter. Insgesamt seien 20.000 Euro an Spendengeldern zusammengekommen. Außerdem sei der Gruppe gezeigt worden, wie sie mit den australischen Tieren am besten umgehen.

Die Tierretter haben keinen Auftrag von der australischen Regierung. Sie arbeiten aber mit Auffangstationen vor Ort zusammen. Für die Aktion hat die Berufstierrettung Rhein Neckar zu Spenden aufgerufen. Sie organisiert den Einsatz.

Zurzeit ist noch unklar, wie lange der Düsseldorfer Tierretter in Australien bleibt. "Geplant sind erstmal zwei Wochen. Wir müssen dann schauen, ob wir verlängern", sagt Bröckling.

Stand: 21.01.2020, 14:39

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