Düsseldorfer Uniklinik behandelt mehr CO-Vergiftungen

Rettungsdienst

Düsseldorfer Uniklinik behandelt mehr CO-Vergiftungen

  • Anstieg von Kohlenmonoxid-Vergiftungen
  • 180 Fälle in Düsseldorfer Uniklinik
  • Ursachen u. a. Shishas und Gasthermen

Die Düsseldorfer Uniklinik verzeichnet mehr Behandlungen von Kohlenmonoxid-Vergiftungen. Mehr als 180 Menschen, darunter auch einige Kinder, wurden in diesem Jahr bis Ende November in einer speziellen Druckkammer behandelt. Das teilte das Klinikum am Freitag (07.12.2018) mit.

Deutlich mehr Fälle als 2017

Etwa 50 Fälle seien auf das Rauchen von Shishas zurückzuführen. 2017 waren es im gleichen Zeitraum 100 Behandlungen, davon 40 bedingt durch Wasserpfeifen. Neben Shishas stellten auch defekte Gasthermen und Holzkohlegrills in geschlossenen Räumen hohe Risiken dar. "Kohlenmonoxidvergiftungen sind lebensgefährlich", warnt Dr. Sven Dreyer, leitender Druckkammerarzt der Uniklinik.

Gefahren werden unterschätzt

Die Druckkammer in Aachen

In einer Druckkammer wie dieser werden die Patienten behandelt.

Die Gefahren durch Kohlenmonoxid würden häufig unterschätzt, die Symptome erinnern viele Betroffene zunächst an einen Rauschzustand. "Die Vergiftungssymptome bei CO-Vergiftungen beginnen mit Schwindel, gehen über in Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, bis hin zu Bewusstlosigkeit und Krampfanfällen", so Dreyer.

Die Uniklinik rät, im Verdachtsfall die Fenster zu öffnen, den Raum zu verlassen und die Feuerwehr zu verständigen. Vorbeugend raten Experten außerdem zum Kauf von Kohlenmonoxidmeldern.

Stand: 07.12.2018, 18:33