Uni Düsseldorf: Sperrungen wegen Brandschutzmängeln

Uni Düsseldorf: Sperrungen wegen Brandschutzmängeln

  • Unzureichender Brandschutz an Heinrich-Heine-Universität
  • Raumsperrungen: 1.000 Seminare betroffen
  • Fluchtwege nicht sicher genug

An der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität sind zurzeit viele Räume für Studierende gesperrt. Das bestätigte die Universität dem WDR am Mittwoch (19.06.2019).

Wegen der Sperrung von rund 20 Seminarräumen müssen rund 1.000 Veranstaltungen der Philosophischen Fakultät auf andere Gebäude verteilt werden. Für Studenten und Mitarbeiter der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf ist das eine logistische Herausforderung, denn viele Kurse finden jetzt verteilt über das ganze Unigelände statt.

Fluchtwege nicht sicher genug

Grund seien Brandschutzmängel. Im März dieses Jahres wurde bei Sanierungen an der Universität festgestellt, dass einige der Balkone nicht sicher genug sind. Daraufhin wurden alle Balkone gesperrt. Die Folge: Es gibt nicht mehr genug Fluchtwege.

Die Universität hat daraufhin seit dem 15. März so genannte Brandwachen eingestellt, die im Falle eines Brandes bei der Evakuierung der Gebäude helfen sollen. Die Feuerwehr hat mittlerweile aber weitere Mängel festgestellt, sodass diese Maßnahme nicht mehr ausreicht.

Daraufhin hatte die Universität die Seminarräume in den betroffenen Gebäuden sperren lassen. Zwischen 06:30 Uhr und 20 Uhr können die Büros von Mitarbeitern wegen einer vorübergehenden Betriebserlaubnis aber weiterhin genutzt werden, weil diese nur zu bestimmten Sprechzeiten besetzt sind. So wird die erlaubte Anzahl von Personen im Gebäude nicht überschritten.

Komplettsperrung droht

Ab dem 30. September droht aber eine Komplettsperrung, falls die Universität bis dahin keine geeignete Lösung findet. Das bestätigte der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, der Eigentümer der Gebäude auf dem Campus.

Mit vergleichbaren Problemen hatte die Universität in Bonn im vergangenen Dezember Schlagzeilen gemacht.

Stand: 19.06.2019, 16:29