Stadt Düsseldorf markiert Umweltspuren

Bauarbeiter makrieren die Umweltspuren in Düsseldorf.

Stadt Düsseldorf markiert Umweltspuren

  • Umweltspuren auf Merowingerstraße und Prinz-Georg-Straße
  • In Kraft treten ab Montag (15.04.2019)
  • Stadt will so Fahrverbot verhindern
  • Kritiker fürchten mehr Staus in Düsseldorfer City

Die Stadt Düsseldorf hat am Donnerstag (11.04.2019) mit der Markierung der beiden geplanten Umweltspuren begonnen. Diese Fahrspuren auf der Prinz-Georg-Straße und der Merowingerstraße dürfen dann nur noch von Taxis, Bussen, Fahrrädern und E-Autos genutzt werden.

Auf den Fahrbahnen werden dafür Fahrradzeichen und der Schriftzug "Bus" angebracht. Außerdem wird ein entsprechendes Verkehrsschild installiert.

Umweltspuren werden markiert WDR aktuell 11.04.2019 00:30 Min. Verfügbar bis 11.04.2020 WDR

Verpflichtend ab kommender Woche

In Kraft treten sollen die Spuren in den Osterferien - am Montag kommender Woche (15.04.2019) auf der Merowingerstraße und einen Tag später auf der Prinz-Georg-Straße. Die genauen Uhrzeiten sind derzeit aber noch unklar.

Stadt will Fahrverbot verhindern

Oberbürgermeister Thomas Geisel erklärte, die Umweltspuren seien "gegen Dieselfahrverbote und für eine Verkehrswende" gedacht. Die Stadt sieht die Spuren als guten Kompromiss, denn sie seien besser als Autos über Fahrverbote komplett aus der Innenstadt zu verbannen.

Die Verantwortlichen wollen das Projekt zudem intensiv begleiten und messen, wie gut es mit den Spuren läuft. Dies soll zum Beispiel durch Luftmessungen, Verkehrszählungen, Videobeobachtungen oder einer Befragung der Radfahrer passieren.

Kritiker fürchten mehr Staus

Aus der Wirtschaft und in den sozialen Netzwerken gibt es jedoch vor allem Kritik. Viele fürchten noch mehr Staus und Ausweichverkehre. Dadurch würde die Stickoxidbelastung in Düsseldorf nicht wirklich sinken.

Umweltspuren - sinnvoll oder nicht?

WDR 5 Quarks - Topthemen aus der Wissenschaft 10.01.2019 07:05 Min. Verfügbar bis 10.01.2024 WDR 5

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Stand: 11.04.2019, 14:14

Kommentare zum Thema

16 Kommentare

  • 16 ab montag gilts ... 13.04.2019, 12:25 Uhr

    Eine echte Verkehrswende WIRD kommen, da MUSS der Verkehr endlich zugunsten von Fussgängern und Radfahrern optimiert werden. Andere Städte machen es vor ... es geht also. Tja aufgrund des begrenzten Raumes werden da die Autofahrer abgeben müssen, egal wie laut sie schreien. Liebe Lokal-Politik nehmt das Herz in die Hand und setzt ein Konzept aus einem Guss - Vorbilder international gibt es genug -um. Radwege jeweils auf einer Spur mit grüner Welle für zügige Radfahrer z. B. Auch braucht der ÖPNV Vorrangschaltungen. Wenn die Bahn kommt, schaltet die Ampel auf grün z. B. Ignoriert die meckernden Autofahrer ... auch in anderen Städten ist das Geschrei erst gross und dann fällt die Revolution doch aus, weil die Menschen in der Stadt ein angenehmeres Umfeld (mehr Platz für Fussgänger, bessere Nahversorgung, weniger Abgase, weniger Autoverkehr, mehr Sicherheit, etc.) erhalten und sie es zu schätzen wissen.

  • 15 Düsseldorfer 333 12.04.2019, 15:57 Uhr

    Wenn wichtige Verkehrsachsen künstlich verengt werden ist Stau vorprogrammiert. Das lässt sich leicht an Baustellen beobachten. Danke rot-grüner Mainstream für eine weitere Dummheit!

  • 14 Alidano 12.04.2019, 09:12 Uhr

    Nächste Woche wollten wir auf der Kö einkaufen. 2 Rolex für je 6.500€. das wird dann wohl nix.

  • 13 Klaus der Radfahrer 11.04.2019, 22:41 Uhr

    Gibt es schon ein Erziehungsprogramm für die Busfahrer der Rheinbahn? Nach der ersten von vier Drängelaktionen in den letzten 14 Monaten (Hupen, eng Überholen, Schneiden, Abdrängen, Mittelfinger zeigen, Anpöbeln in wechselnder Kombination) forderte mich der "Kundendialog" der Rheinbahn auf, auf dem Gehweg zu radeln. Und das fand auf Straßen statt, auf denen relativ problemlos überholt werden kann, während der Bus auf der Umweltspur eben nicht am Radfahrenden vorbeikommt.

  • 12 Dieselskandal 11.04.2019, 21:13 Uhr

    Möglicherweise verursachen im Stau stehende Autos weniger Emissionen.Der Verkehr wird sich bestenfalls dann auch in die Nebenstrassen verteilen, so dass sich die Belastung besser verteilen wird.

  • 11 Anonym 11.04.2019, 21:09 Uhr

    Hmm, verursachen im Stau stehende Autos weniger Emissionen? Der Verkehr wird sich bestenfalls dann auch in die Nebenstrassen verteilen, so dass die Belastung besser verteilt wird.

  • 10 bitte richtig statt halb 11.04.2019, 19:57 Uhr

    Dieser Kommentar wurde mehrfach abgegeben und daher an dieser Stelle gesperrt. (die Redaktion)

  • 9 Horst 11.04.2019, 19:17 Uhr

    Es muss auch eine Spurtrennung für Hungrig und satte geben. Hungrige dürfen nicht im Dtau stehen

  • 8 bitte richtig statt halb 11.04.2019, 19:03 Uhr

    Das ist habherzig statt beherzt. Auf 500 (!)m in beiden Richtungen auf der Prinz-Georg-Strasse und nur in eine Richtung (Stadteinwärts) auf der Merowingerstrasse. Die Corneliusstrasse wird nur "geprüft",weil in der Politik alle miteinander zu feige waren, hier auch Umweltspuren einzurichten. Stückelungen die niemandem nützen. Die Idee ist gut und ausprobierenswert, aber als Krümellösung ist das Scheitern und damit FAHRVERBOTE vorprogrammiert. Auch Radfahrer wollen nicht nur ein paar Meterchen anständig vorankommen, sondern über längere Strecken. Der Unsinn, nur in eine Richtung so eine Spur einzurichten, nutzt Radfahrern nichts, da eine sichere zügige Fahrt nur auf dem Hin- oder Rückweg möglich ist. Düsseldorf auf den Hauptachsen zügig und sicher mit dem Fahrrad queren, das wäre attraktiv. Das geht aber nur, wenn die Autofahrer Privilegien und (Verkehrs-)Raum abgeben müssen. Statt was FÜRs Rad zu tun, werden Fahrverbote kommen. Schade um die vertane Chance.

  • 7 Rainer Fromme 11.04.2019, 15:59 Uhr

    Diese sogenannten Umweltspuren sind unsinnig der Autoverkehr wir ausgebremst und die Staus werden länger und damit bleiben auch die Abgase hier länger in den Stassen zum Beispiel in der Prinz Georg Straße und Fahrradspuren sind hier schon vorhanden Was will unser OB soll er doch mal Morgens durch die Prinz Georg Straße fahren und im Stau stehen die Anwohner freuen sich bestimmt nicht.

  • 6 Mister 11.04.2019, 15:58 Uhr

    Was bringt es der Umwelt wenn E-Autos jetz links statt rechts fahren?

  • 5 Ramon 11.04.2019, 15:52 Uhr

    Jetzt brauchen wir auch Genderspuren! Verkehrstrennung von: männlich, weiblich, divers

  • 4 Peter Reinbold 11.04.2019, 15:37 Uhr

    Diese "Umweltspuren" sind zumindest ein guter Anfang. Was nötig ist, ist ein konsequenter Ausbau der Verkehrsanlagen für Fußgänger, Radfahrer und den ÖPNV: Attraktive und sichere Wege, konsequentes Vorgehen gegen Fuß- und Radwegeparker, dafür auch eine Lösung, dass Fahrzeuge zum Be- und Entladen in zumutbarer Entfernung zur Haus- bzw. Ladentür halten können. Der ÖPNV benötigt eine konsequente Bevorrechtigung und überall dort, wo möglich, einen eigenen Fahrstreifen. Hierzu reicht es mitunter aus, die Busse auf den Bahnkörper zu holen, so z. B. auf der Berliner Allee, in der Corneliusstraße und entlang der Witzelstraße. Insgesamt ist es nötig, den begrenzten Straßenraum neu zu sortieren. Prosperierende Städe wie Zürich machen es vor, dass dies auch zu Lasten des motorisierten Individualverkehrs gehen kann, ohne dass dies der Wirtschaftskraft der Stadt einen Abbruch tut - hierfür muss aber die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit von Bus und Bahn stimmen.

  • 3 B. Giertz 11.04.2019, 14:16 Uhr

    Elektro-Boliden wie der Tesla oder Audi E-Tron dürfen sie Spuren benutzen also blockieren Elektro-Roller aber nicht der Schwachsinn in Deutschland hat Methode

    Antworten (1)
    • Düsseldorfer 333 12.04.2019, 15:59 Uhr

      "Elektro-Boliden wie der Tesla oder Audi E-Tron". Klingt da etwa Neid durch?

  • 2 Herbert Niebuhr 11.04.2019, 13:00 Uhr

    Diese Spur verlagert nur den Verkehr. Es sollten eher solche Spuren für Fahrgemeinschaften eingerichtet werden, z.B. ab 3 Insassen. Das würde die Anzahl der Fahrzeuge verringern.

  • 1 Kritiker 11.04.2019, 12:18 Uhr

    Wenig überzeugend und die Radfahrer sind dadurch nicht sicherer unterwegs!

    Antworten (1)
    • Jürgen 11.04.2019, 16:04 Uhr

      Sorry, aber so etwas kann nur ein überzeugter Autofahrer schreiben. Ein Radfahrer ist sicherer und schneller in der rasch Auer. 80% der Autofahrer überholen den Radfahrer mit einem seitlichen Abstand von 0,9 m, um dann ganz nach rechts herüberziehen. Der Radfahrer könnte ihn ja noch überholen. Mit dieser Maßnahme haben wir auch einmal die Chance mit einer gleichbleibenden Geschwindigkeit zur Arbeit hin- und zurückzufahren und werden nicht durch 80% der Autofahrer ausgebremst. PS: 20% der Autofahrer halten den vorgeschriebenen Abstand ein und ziehen nicht ganz nach recht herüber. Dies sind zu 90% Autofahrer im Alter > 40 Jahre.