Baby zu Tode geschüttelt: Vater zu zehn Jahren Haft verurteilt

Außenansicht Gebäude, Fassade mit Schriftzug Landgericht und Amtsgericht Düsseldorf, Wappen NRW

Baby zu Tode geschüttelt: Vater zu zehn Jahren Haft verurteilt

Weil er seine fünf Monate alte Tochter tödlich misshandelt haben soll, muss ein Düsseldorfer für zehn Jahre in Haft. Das Baby starb an Hirnblutungen.

Der Verurteilte hat seine kleine Tochter laut dem Düsseldorfer Landgericht im Mai massiv geschüttelt und dabei lebensgefährliche Hirnblutungen verursacht. Das Mädchen starb zwei Tage später daran.

Der Fall ist brisant, weil die Familie dem Jugendamt zuvor schon bekannt war und gegen den mehrfachen Vater zu dem Zeitpunkt bereits wegen der Misshandlung eines seiner anderen Kinder ermittelt wurde.

Gericht geht über gefordertes Strafmaß hinaus

Das Landgericht sprach den Vater am Dienstag wegen Körperverletzung mit Todesfolge schuldig. Beim Strafmaß ging das Gericht dabei über die von der Staatsanwaltschaft geforderten acht Jahre Haft hinaus.

Wiederbelebungsversuche scheiterten

Zwar legten Wiederbelebungsversuche nahe, dass der Vater den Tod des Kindes nicht gewollt habe. Die Eltern hatten einen Krankenwagen gerufen, der den lebensgefährlich verletzten Säugling und die 24-jährige Mutter in die Düsseldorfer Uniklinik brachte. Die dortigen Mediziner hatten wegen der schweren Verletzungen die Polizei alarmiert. Strafverschärfend sei aber die massive Gewalt gewesen.

Stand: 30.11.2021, 15:39

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