Hambacher Forst: Greenpeace besetzte Staatskanzlei

Hambacher-Forst-Aktivisten in der Staatskanzlei Düsseldorf

Hambacher Forst: Greenpeace besetzte Staatskanzlei

  • Greenpeace gelangten in die Staatskanzlei Düsseldorf
  • Protest gegen Räumung des Hambacher Forstes
  • NRW-Ministerpräsident Laschet soll reagieren

Etwa 40 Greenpeace-Aktivisten sind am Donnerstagmorgen (27.09.2018) in die Staatskanzlei Düsseldorf eingedrungen, um einen Stopp der Räumung des Hambacher Forstes zu fordern. Sie riefen NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) zum Handeln auf: "Reden statt roden" war auf Bannern und T-Shirts zu lesen.

Mehr als 100 Polizisten im Einsatz

Um Druck zu machen, hatten die Besetzer mehrere Zelte im Foyer aufgebaut und sich teilweise auch in oberen Etagen verteilt. Die Polizei war mit mehr als 100 Einsatzkräften vor Ort. Es blieb alles ruhig und friedlich. Die Umweltschützer konnten erreichen, dass der Chef der Staatskanzlei, Nathanael Liminski, mit ihnen spricht. Ihm konnten sie auch eine Petition gegen die Räumung übergeben.

Chef der Staatskanzlei: Keine Strafanzeige

Hambacher-Forst-Aktivisten protestieren in der Staatskanzlei Düsseldorf

Greenpeace wirft der Politik vor, der verlängerte Arm von RWE zu sein, und fordert NRW-Ministerpräsident Laschet zu einem öffentlichen Streitgespräch auf. Liminski sagte zu, die Anfrage weiterzugeben. Die Staatskanzlei verzichtet zudem auf eine Strafanzeige.

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Hambacher Forst soll bis Ende der Woche geräumt sein

Im Braunkohlegebiet Hambacher Forst protestieren Aktivisten dagegen, dass der Energiekonzern RWE weite Teile des Waldes roden und die Braunkohleförderung fortsetzen will. Die Polizei trägt die Demonstranten einzeln aus dem Wald, wo sie immer wieder neue Barrikaden aus Ästen errichtet haben. Der Einsatz soll noch im Laufe dieser Woche beendet sein.

Hambacher-Forst-Aktivisten auf dem Dach der Staatskanzlei Düsseldorf

Stand: 27.09.2018, 10:13