Einsatzübung zur Schweinepest in Düsseldorf

Übung zur Schweinepest im Aaper Wald

Einsatzübung zur Schweinepest in Düsseldorf

  • Übung zur Schweinepest in Düsseldorf
  • Einsatzkräfte haben Wildschwein-Dummy geborgen
  • Seuche für Menschen ungefährlich

Im Aaper Wald in Düsseldorf hat am Donnerstagvormittag (14.03.2019) eine Großübung zur Eindämmung und Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest stattgefunden. Dabei mussten 45 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Forst- und Veterinäramt unter anderem einen Kadaver-Dummy sicher bergen.

Simulierte Krisensitzung der Einsatzkräfte

Die Nachbildung eines toten Wildschweins war dafür in ein Waldstück gelegt worden. Dann wurde Schweinepest-Alarm ausgelöst. Daraufhin sperrten die Einsatzkräfte das Gebiet ab und teilten sich in Such- und Bergungsteams auf.

Ziel der Simulation war es, den Kadaver-Dummy möglichst hygienisch zu bergen. Dazu gab es Desinfektionsmaßnahmen wie Hygieneschleusen. In grünen Sicherheitsanzügen wurde die Tier-Atrappe dann in einem Container entsorgt, zu einem Labor gebracht und danach alles sorgfältig desinfiziert. Im Anschluss an die Übung simulierten die Einsatzkräfte noch eine Krisensitzung bei der Feuerwehr in Düsseldorf.

Einsatzkräfte gut auf Ernstfall vorbereitet

Insgesamt sind die Behörden mit der Probe zufrieden, betont Klaus Meyer, Leiter des Amts für Verbraucherschutz: "Diese Übung hat sehr gut geklappt und uns Erkenntnisse gebracht, wie wir uns noch besser vorbereiten können. Dazu gehört, welche Unterstützung wir von Institutionen benötigen, an die wir im Vorfeld nicht sofort gedacht haben. Man kann aber festhalten, dass wir aber auch jetzt schon gut auf so eine Situation vorbereitet sind."

Ausbruch auch in Deutschland möglich

Die Afrikanische Schweinepest ist in Europa erstmals vor zwei Jahren in Tschechien und im Jahr 2018 dann in Belgien aufgetreten. Nach Einschätzungen des Bundesinstituts für Tiergesundheit muss man auch in Deutschland mit einem Ausbruch rechnen.

Dann ist die Bekämpfung der Seuche wichtig, um den Befall der Schweinemastbetriebe zu verhindern. Deshalb wird in diesem Jahr in allen NRW-Regierungsbezirken für den Ernstfall trainiert. Die Seuche ist zwar für den Menschen ungefährlich, er kann den Erreger aber weiter verbreiten.

Stand: 14.03.2019, 18:34

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