Rheinbad in Düsseldorf wird ab sofort videoüberwacht

Rheinbad in Düsseldorf wird ab sofort videoüberwacht

  • Ausweispflicht seit dem Wochenende
  • Freibad soll videoüberwacht werden
  • Videomaterial wird 72 Stunden lang gespeichert

Oberbürgermeister Thomas Geisel hat am Montag (29.07.2019) mit Polizei und verschiedenen Ämtern neue Maßnahmen beraten, um künftig Ausschreitungen im Rheinbad zu verhindern. Das Freibad war am Freitag zum dritten Mal wegen Auseinandersetzungen von Jugendlichen geräumt worden.

Videoüberwachung ab sofort

Bei dem Treffen wurden folgende Maßnahmen beschlossen: Beim Eintritt in das Rheinbad gilt ab sofort Ausweispflicht. Zudem soll das Freibad ab sofort videoüberwacht werden. Das Material wird für 72 Stunden gespeichert.

Oberbürgermeister Thomas Geisel hat einen Krisengipfel wegen der Randalen inm Düsseldorfer Rheinbad einberufen

Eintrittsbändchen sollen den Sicherheitskräften und Bad-Mitarbeitern zusätzlich dabei helfen, Personen ausfindig zu machen, die sich unerlaubt Zutritt zum Freibad verschafft haben. Außerdem sollen Mitarbeiter des Ordnungsamtes die Freibad-Security unterstützen.

Oberbürgermeister zu Maßnahmen nach dritter Rheinbad-Räumung

00:43 Min. Verfügbar bis 29.07.2020

"Familien können nach wie vor ins Freibad gehen"

Oberbürgermeister Thomas Geisel betonte bei dem Gipfel, dass es sich nicht um eine organisierte Bande von Jugendlichen gehandelt habe. Das habe auch die Auswertung des Videomaterials ergeben. "Es ist ein völlig falscher Eindruck, dass Familien das Bad nicht mehr aufssuchen konnten", so Geisel. Nach Ansicht der Stadt war die Räumung des Freibades am Freitag nicht zwingend notwendig.

Vereinzelt hätten Jugendliche das Bad-Personal beleidigt, zu Rangeleien oder Handgreiflichkeiten sei es allerdings nicht gekommen, bestätigte auch der Geschäftsführer der Bädergesellschaft, Roland Kettler. Während der Räumung hätten dann rund 60 Jugendliche aus Trotz versucht, vom Beckenrand ins Wasser zu springen.

Personalien festgestellt

Zu der Herkunft der Jugendlichen wurden beim Krisengipfel keine konkreten Angaben gemacht. Nur von zwei Jugendlichen wurden die Personalien polizeilich erfasst. In beiden Fällen habe es sich um deutsche Staatsbürger gehandelt. Ihnen wurden nun Hausverbote für das Rheinbad erteilt.

Rheinbad-Tumulte: "Sicherheit spielt eine große Rolle"

WDR 5 Morgenecho - Interview 30.07.2019 06:05 Min. Verfügbar bis 29.07.2020 WDR 5

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Stand: 29.07.2019, 17:55

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