Reul will Waffenverbotszonen in Köln und Düsseldorf

Von Peter Hild

Der NRW-Innenminister will eine entsprechende Vorlage zeitnah im Kabinett beschließen lassen. Die Polizei soll damit leichter Personen kontrollieren und Verstöße ahnden können.

Grundlage für die Entscheidung Reuls seien entsprechende Risiko- und Lageeinschätzungen der Polizeipräsidien in Köln und Düsseldorf, teilte ein Ministeriumssprecher am Montagabend auf WDR-Anfrage mit. Eine Kabinettsvorlage befinde sich aktuell noch in der Ressortabstimmung.

Ziel: Waffenfreie Feierviertel in Köln und Düsseldorf

Die Waffenverbotszonen sollen künftig für die Düsseldorfer Altstadt gelten, ebenso wie für die Kölner Ausgehmeilen entlang der Ringe und der Zülpicher Straße. Nach vermehrten, zum Teil tödlichen Auseinandersetzungen mit Messern und anderen scharfen Gegenständen in den vergangenen Wochen, hatte etwa Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) die Prüfung solcher Verbotszonen gefordert.

Zonen sollen zeitnah eingerichtet werden

Die dazugehörige Rechtsverordnung hat das Innenministerium nach Angaben des Sprechers bereits vorbereitet. Die Polizei soll damit künftig leichter Personen kontrollieren und Verstöße mit Bußgeldern ahnden können. Nach einem Kabinettsbeschluss könnten die Verbotszonen womöglich schon zeitnah eingerichtet werden.

Reul hatte zuletzt auch die Einrichtung einer zweiten polizeilichen Anlaufstelle mitten in der Düsseldorfer Altstadt angekündigt - ähnlich wie auf der Kölner Domplatte. In dieser Wache sollen sowohl Mitarbeitende des Ordnungsamtes als auch Polizisten stationiert sein.

Die Idee ist aber nicht neu, eine solche Anlaufstelle hatte zuvor bereits der Düsseldorfer Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) in einem neuen Sicherheitskonzept vorgestellt.

Alkohol Hauptauslöser von Gewalt

Nach dem Willen des Innenministers soll auch ein Alkoholverbot für gewisse Bereiche her. Alkohol sei laut Reul ein Hauptauslöser von Randale und Gewalt.